Himmlische Pannen: Neue Spionage-Satelliten der Bundeswehr außer Betrieb

Es klingt wie ein Plot aus einem Science-Fiction-Film: Zwei brandneue Spionage-Satelliten werden ins All geschossen, nur um dann nicht zu funktionieren. Doch für die Bundeswehr ist es bittere Realität. Hier die Fakten – sachlich, objektiv und mit einem Augenzwinkern.

Start ins Ungewisse

Ende Dezember 2023 feierte die Bundeswehr den erfolgreichen Start ihrer zwei neuen Spionage-Satelliten vom Typ SARah. Die Satelliten wurden von Kalifornien aus per SpaceX-Rakete ins All befördert. Der Himmel schien das Limit zu sein – zumindest bis jetzt. Denn laut einem Medienbericht der „Bild am Sonntag“ gibt es erhebliche technische Probleme. Die Satelliten sind nicht einsatzfähig.

Satelliten im Standby-Modus

Offenbar gibt es Schwierigkeiten mit den Antennen, die sich nicht ausfahren lassen. Das bedeutet, dass die Satelliten zwar im All sind, aber ihren eigentlichen Job – das Senden von Bildern zur Erde – nicht ausführen können. Eine Art himmlischer Stillstand, wenn man so will.

Verteidigungsministerium: Verzögerungen

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bestätigte die Verzögerungen bei der Inbetriebnahme. Der Bremer Raumfahrt- und Technologiekonzern OHB, der die Satelliten gebaut hat, arbeitet an einer Lösung. Bisher jedoch ohne Erfolg. Florian Hahn, der verteidigungspolitische Sprecher der Union, kritisierte: „Der Vorgang ist nicht nur finanziell ein Desaster, sondern auch für unsere Sicherheit.“

Zahlung nur bei Funktionalität

Ein kleiner Lichtblick: Die Bundeswehr muss für das System nur zahlen, wenn es wie vereinbart funktioniert. Das Verteidigungsministerium versicherte zudem, dass die Aufklärungsfähigkeit der Bundeswehr nicht eingeschränkt sei. Das System sollte die Aufklärung weltweit verbessern, tageszeit- und wetterunabhängig – aber aktuell ist es eher ein Fall von „Himmels-Pech“.

Ein teurer Rückschlag

Die zwei SARah-Satelliten sollten das seit 2007 im Einsatz stehende SAR-Lupe-System ablösen. Ausgestattet mit Radar, hätten sie auch nachts hochauflösende Bilder liefern sollen. Nun steht die Bundeswehr vor der Herausforderung, diese Panne zu beheben, um die erhoffte verbesserte Aufklärungsfähigkeit tatsächlich zu erreichen.

Was bleibt, ist die Hoffnung auf eine baldige Lösung. Denn eines steht fest: Im All gibt es keine Werkstätten.

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