Die Strafverfolgungsbehörden in Deutschland und international haben erfolgreich gegen die größte deutschsprachige kriminelle Handelsplattform im Internet, „Crimemarket“, agiert. Die Polizei Düsseldorf gab bekannt, dass in einer koordinierten Aktion zahlreiche Durchsuchungen und Maßnahmen im In- und Ausland durchgeführt wurden. Genauere Details zu den Ermittlungen sollen in einer Pressekonferenz am Freitag veröffentlicht werden.
Die Ermittlungen richteten sich sowohl gegen die Betreiber als auch gegen die Nutzer von „Crimemarket“. Ähnlich wie bei anderen vergleichbaren Plattformen wurden über „Crimemarket“ verschiedene kriminelle Aktivitäten angeboten, darunter der Handel mit Betäubungsmitteln, kriminelle Dienstleistungen und detaillierte Anleitungen zu schweren Straftaten.
Die Durchsuchungen erstreckten sich über fast alle Bundesländer, wobei Nordrhein-Westfalen einen Schwerpunkt bildete. Ein Polizeisprecher teilte mit, dass etwa 100 Objekte durchsucht wurden, und es habe auch Festnahmen gegeben. Der Zugriff war das Ergebnis jahrelanger intensiver Ermittlungen, bei denen die Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW) eine entscheidende Rolle spielte.
Dieser Erfolg kommt nur zwei Monate nach der „Fallen Kingdom“-Operation, bei der Strafverfolgungsbehörden aus den USA, der Schweiz, der Republik Moldau und der Ukraine die Serverinfrastruktur des illegalen Marktplatzes „Kingdom Market“ sicherstellten und diesen schlossen. Die Ermittlungen nach diesem Schlag laufen weiter, während gleichzeitig neue Plattformen von Nachahmern geschaffen werden.
Die Behörden werden weitere Einzelheiten zu den Ermittlungen und den Ergebnissen der Operation in der anstehenden Pressekonferenz bekannt geben. Der jüngste Schlag gegen „Crimemarket“ unterstreicht die fortgesetzten Anstrengungen der Strafverfolgung, illegale Handelsplattformen im Internet zu bekämpfen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
