Neue Polizeibeauftragter des Bundes äußert Bedenken wegen AfD-Mitgliedschaft von Polizisten

Der frisch gewählte Polizeibeauftragte des Bundes, Uli Grötsch, äußerte kürzlich Bedenken bezüglich der Mitgliedschaft von Polizistinnen und Polizisten in der AfD. In einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland betonte Grötsch, dass er eine solche Verbindung als „hochproblematisch“ erachte. Angesichts der „extremen Radikalisierung“ der AfD in den letzten Monaten sei dies ein besorgniserregendes Thema.

Grötsch, ein ehemaliger Polizeibeamter, unterstreicht die Wichtigkeit der Wachsamkeit von Polizeikräften gegenüber Rechtsextremismus. Er fordert eine Sensibilisierung der Einsatzkräfte, damit sie rechtsextreme Tendenzen erkennen und angemessen darauf reagieren können. Rechtsextreme Ansichten und rassistische Einstellungen hätten in den Reihen der Polizei keinen Platz.

Der neue Polizeibeauftragte bezieht sich dabei auf Fälle von rechtsextremen Chatgruppen unter Polizeikräften, die in Städten wie Berlin und Frankfurt am Main ans Licht kamen. Auch Rassismus sei ein Problem, wie aus jüngsten Polizeistudien hervorgehe. Etwa 15 bis 20 Prozent der befragten Polizeibediensteten äußerten sich chauvinistisch, während fast jeder dritte sich abwertend gegenüber Asylsuchenden äußerte.

Grötsch wurde vom Bundestag zum Polizeibeauftragten gewählt und hat die Aufgabe, als unabhängige Anlaufstelle für Polizeibeschäftigte und Bürgerinnen und Bürger zu dienen, die strukturelle Missstände in den Polizeibehörden melden möchten. Seine erste Herausforderung sieht er darin, Vertrauen aufzubauen, da nicht alle bei der Polizei seinen neuen Posten positiv sehen. Doch Grötsch ist zuversichtlich, dass das Misstrauen abnehmen wird, wenn die Beschäftigten sehen, wie sein Amt wirkt und arbeitet.

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