Google Street View: Neuer Widerspruch erforderlich

Wer erinnert sich nicht an die Zeiten, als wir noch hofften, unsere unvorteilhaftesten Momente auf Google Street View zu entdecken? Aber Moment mal, das war einmal! Denn während wir uns gedankenverloren durch die Straßen klicken, versuchen Apple und Google immer noch, unsere Wohnungen und Hinterhöfe aufzunehmen. Kein Wunder, dass Datenschutzbeauftragter Rossnagel darauf hinweist: „Neuer Tag, neuer Widerspruch!“

Seit Mitte letzten Jahres rollen die Kamera-Autos von Google wieder durch Deutschland, um die Straßen neu einzufangen. Ab März 2024 geht es weiter – mit frischem Bildmaterial für die ohnehin schon umfangreiche Datenbank von Google Street View.

Erinnert ihr euch noch an die Zeit, als wir uns über den Karten-Dienst Street View aufgeregt haben? Damals hatten wir das Gefühl, dass unsere Privatsphäre bedroht war, als würden wir plötzlich berühmt werden, ohne es zu wollen. Jetzt müssen wir erneut Widerspruch einlegen, um sicherzustellen, dass unsere Vorgärten nicht plötzlich auf der ganzen Welt zu sehen sind. Wem können wir die Rechnung für das Rasenmähen schicken, wenn das passiert?

Und ja, auch diejenigen, die sich vor Jahren schon gegen die Veröffentlichung ihres Hauses bei Google gewehrt haben, müssen erneut aktiv werden. Denn wie Rossnagel betont: „Wer seine Privatsphäre schützen will, muss erneut aktiv werden.“

Aber Moment mal, warum diese Aufregung? Nun, wie Rossnagel erklärt, ist Google nicht gerade im öffentlichen Interesse unterwegs. Es geht um Geschäftsinteressen und darum, Informationen über uns zu sammeln, um dann maßgeschneiderte Werbung auf uns abzufeuern. Ja, genau das, was wir brauchen – noch mehr personalisierte Werbung!

Aber keine Panik, es gibt einen Silberstreif am Horizont. Dank des Digital Markets Act der Europäischen Union müssen wir uns nicht mehr mit Google Maps in den allgemeinen Suchergebnissen im Europäischen Wirtschaftsraum herumschlagen. Wir müssen Google Maps direkt aufrufen. Klingt nach einem weiteren Klick, den wir gerne machen.

Also, liebe Leserinnen und Leser, wenn ihr euch nicht plötzlich auf der berühmten Liste der Street-View-Stars wiederfinden wollt, solltet ihr euren Widerspruch erneut einlegen. Und denkt daran, es ist nicht nur euer Recht, sondern auch eure Pflicht, eure Datenschutzrechte zu verteidigen. Wer weiß, vielleicht entdeckt ihr sonst bald eure Katze auf dem Weg zum Internet-Ruhm.

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