Auf dem CDU-Parteitag Anfang Mai in Berlin kam es zu einer kuriosen Szene, als »heute show«-Reporter Lutz van der Horst versuchte, Friedrich Merz zur Leitkultur zu befragen. Doch nicht nur die Bodyguards des CDU-Chefs machten ihm einen Strich durch die Rechnung – auch dessen Ehefrau Charlotte Merz mischte sich ein.
Auf dem CDU-Parteitag Anfang Mai in Berlin kam es zu einer kuriosen Szene, als »heute show«-Reporter Lutz van der Horst versuchte, Friedrich Merz zur Leitkultur zu befragen. Doch nicht nur die Bodyguards des CDU-Chefs machten ihm einen Strich durch die Rechnung – auch dessen Ehefrau Charlotte Merz mischte sich ein.
Die ZDF-Satiresendung »heute show« zeigt in ihrer aktuellen Sendung eine erstaunliche Szene vom CDU-Parteitag Anfang Mai in Berlin. Darin stellt Reporter Lutz van der Horst verschiedenen Parteimitgliedern Fragen zum Thema Leitkultur – unter ihnen auch Friedrich Merz.
Doch beim Versuch, den CDU-Parteichef zu interviewen, scheitert der Satiriker zuerst an den Bodyguards, die ihn abdrängen. Und schließlich an dessen Frau Charlotte Merz.
»Leitkultur bedeutet doch auch zu antworten, wenn man was gefragt wird, oder?«, ruft der »heute show«-Reporter bei seiner vergeblichen Anfrage. Daraufhin geht Charlotte Merz auf ihn zu und fasst van der Horst an den Arm, mit dem er das ZDF-Mikrofon hält. »Leitkultur bedeutet als allererstes zu fragen, ob man eine Antwort geben möchte«, sagt Merz. Währenddessen drückt sie das Mikrofon runter, offenbar um eine Aufzeichnung des Tons zu unterbinden oder zu erschweren. »Ja ja, aber wenn ich frage, sagt er ja nein«, antwortet der etwas perplexe van der Horst, der für seinen Beitrag auf dem Parteitagsgelände Adiletten und weiße Socken angezogen hatte.
Lob von »Bild«
Im Netz sorgte das Verhalten von Charlotte Merz, die als Richterin arbeitet, für Kritik – vor allem, nachdem die »heute show« ihren Beitrag am Samstag auf YouTube veröffentlicht hatte. So kommentierte der IT-Anwalt Chan-jo Jun auf X: »Was muss man von sich selbst halten, wenn man sich berufen fühlt, der Presse vor laufender Kamera Benimmregeln unter Anwendung von unmittelbarem Zwang zu erklären.«
Die »Bild«-Zeitung wiederum bewertete die Aktion von Charlotte Merz offenbar positiver. Sie nannte die Witze im Beitrag holprig, sprach von einem »frechen TV-Angriff auf Friedrich Merz« und anerkennend davon , dass Charlotte Merz sich den »Störenfried« van der Horst vorgeknöpft habe.
Dass man der Satire der »heute show« auch gelassener begegnen kann, bewiesen unter anderem der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor oder Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther, die dem Kamerateam bereitwillig Antworten gaben.