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Dienstkleidung: Die Polizei in Bayern zieht blank

Die bayerische Polizei steht derzeit vor einem ungewöhnlichen Problem: Lieferengpässe bei der Dienstkleidung. Dieses ernsthafte Thema wurde auf kreative Weise in einem Video der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) in Bayern angesprochen, das zum Gesprächsthema wurde.

In dem Video, das die DPolG veröffentlichte, waren Polizisten in voller Uniform zu sehen, jedoch lediglich mit Unterwäsche als Unterkleidung. Was zunächst wie ein Aprilscherz erschien, entpuppte sich schnell als ernstes Problem. Die Polizisten in dem Video illustrierten auf humorvolle Weise die Lieferengpässe bei der Dienstkleidung, die teilweise zu mehrmonatigen Wartezeiten für 21 Uniformteile wie Hosen, Jacken und Mützen führen.

Jürgen Köhnlein, Landeschef der DPolG, betonte die dringende Notwendigkeit schneller Abhilfe seitens des Innenministeriums. Die Verfügbarkeit der Dienstkleidung sei mittlerweile das Hauptproblem, nicht mehr die Qualität. Besonders besorgniserregend sei dies für Berufsanfänger, die möglicherweise ihre Ausbildung in unvollständiger oder unpassender Dienstkleidung absolvieren müssen.

Das bayerische Innenministerium bestätigte die Lieferengpässe und führte gestörte Lieferketten aufgrund der COVID-19-Pandemie und des Ukrainekriegs als Ursachen an. Man arbeite jedoch intensiv an Lösungen, um die Probleme so schnell wie möglich zu beheben. In der Zwischenzeit könnten alternative Diensthosenmodelle verwendet werden, um Engpässe zu überbrücken.

Als langfristige Lösung plant der Freistaat Bayern, die Beschaffung der Dienstkleidung wieder selbst zu übernehmen. Ein Logistikzentrum in Hof soll künftig die zentrale Anlaufstelle für die Beschaffung verschiedener Polizeiausrüstungen sein. Trotz bereits eingeweihter Infrastruktur wird es jedoch noch einige Jahre dauern, bis das Zentrum voll einsatzbereit ist und die eigene Beschaffung von Dienstkleidung beginnen kann.

Die Probleme mit der Dienstkleidung sind keine Neuigkeit für die DPolG, die in der Vergangenheit bereits über verschiedene Aspekte wie Qualität und Verfügbarkeit geklagt hat. Die aktuellen Lieferengpässe sind jedoch ein besonders gravierendes Problem, das die Einsatzfähigkeit der bayerischen Polizei beeinträchtigen könnte.

Es bleibt abzuwarten, wie schnell und effektiv das Innenministerium die Lieferprobleme lösen kann und wie sich die Situation für die Polizisten in Bayern entwickelt. Bis dahin hoffen sie darauf, dass die Dienstkleidung bald wieder in ausreichender Menge und rechtzeitig verfügbar sein wird.

Die xz-Hintertür: Das verborgene Oster-Drama der IT

Während die meisten Menschen die Osterfeiertage genießen, spielen sich hinter den Kulissen der IT-Welt dramatische Szenen ab. Ein beinahe unbemerkter Zwischenfall hätte beinahe katastrophale Auswirkungen auf das Internet haben können – und das alles aufgrund einer versteckten Hintertür.

In dieser Geschichte treten die Hauptakteure auf: Geheimdienstagenten, ein engagierter Nerd und ein ausgebrannter Open-Source-Entwickler. Die Sicherheitsspezialisten arbeiten unter Hochdruck, um das Geheimnis zu lüften. Die Geschichte beginnt mit SSH, einem beliebten Dienst für sicheren Zugriff auf Server. Millionen von SSH-Zugängen weltweit machen es zu einem attraktiven Ziel für potenzielle Angreifer.

Eine Schwachstelle in der SSH-Verschlüsselung könnte verheerende Folgen haben. Doch die Sicherheit von SSH beruht auf jahrelanger Entwicklung und Prüfung. Dennoch ist SSH nicht immun gegen Angriffe, insbesondere wenn diese auf niedrigerer Ebene ansetzen.

Die Geschichte nimmt Fahrt auf, als ein unbekannter Akteur namens „Jia Tan“ sich Zugang zum xz-Projekt verschafft. Dieses Projekt, das für die Komprimierung und Dekomprimierung von Dateien zuständig ist, wird von einem einzigen Freiwilligen betreut. Unter Druck gesetzt von verschiedenen Seiten, darunter auch Jia Tan, lässt sich der Entwickler auf eine Zusammenarbeit ein.

Jia Tan nutzt diese Gelegenheit, um eine ausgeklügelte Hintertür in das Projekt einzuschleusen. Diese Hintertür wird geschickt in den Build-Prozess integriert und bleibt im Quellcode verborgen. Sie wird erst in den fertigen Binärdateien der Bibliothek aktiv. Diese Hintertür zielt speziell auf den SSH-Dienst ab und ermöglicht es, beliebige Befehle auszuführen.

Glücklicherweise wird die Hintertür rechtzeitig entdeckt, bevor sie größeren Schaden anrichten kann. Ein aufmerksamer Entwickler bemerkt verdächtige CPU-Auslastungen und ungewöhnliche Verzögerungen bei SSH-Anmeldungen. Seine Untersuchungen führen zur Entdeckung der Hintertür und verhindern damit eine potenzielle Katastrophe.

Dieses Ereignis wirft viele Fragen auf: Wie viele ähnliche Hintertüren gibt es noch, die unentdeckt bleiben? Wie können wir solche Angriffe in Zukunft verhindern? Die IT-Gemeinschaft ist gefordert, diese Fragen zu beantworten und Lösungen zu finden, um die Sicherheit des Internets zu gewährleisten.

Ein wichtiges Fazit aus diesem Vorfall ist, dass Projekte mit großer Verbreitung systematisch auf Hintertüren untersucht werden müssen. Dies betrifft nicht nur Open-Source-Projekte, sondern auch kommerzielle Software. Darüber hinaus zeigt dieser Vorfall die Herausforderungen auf, denen einzelne Entwickler gegenüberstehen, und die Notwendigkeit einer stärkeren Unterstützung und Zusammenarbeit in der Entwicklergemeinschaft.

Spionagefall in Österreich: Marsaleks Helfer in Deutschland?

In einem bemerkenswerten Fall von Spionageverdacht gerät ein ehemaliger österreichischer Geheimdienstmitarbeiter ins Visier. Egisto O., ehemals beim Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) beschäftigt, soll Informationen an Russland weitergegeben haben. Die Initiative dazu soll laut Ermittlungen von Jan Marsalek, dem flüchtigen ehemaligen Manager von Wirecard, ausgegangen sein. Neue Hinweise deuten darauf hin, dass Marsalek in Deutschland Unterstützer hatte, um Informationen über O. zu beschaffen.

Die aktuellen Erkenntnisse, die von WDR, „Süddeutscher Zeitung“ und „Profil“ zusammengetragen wurden, zeigen, dass Marsalek möglicherweise Kuriere mit Bargeld von Berlin nach Wien geschickt hat. Ihr Ziel war es, einen Laptop mit sensiblen Informationen abzuholen und diese nach Russland zu bringen.

Egisto O. steht bereits seit einigen Jahren unter dem Verdacht, Informationen aus Behördenbanken an Russland weitergegeben zu haben. Er soll Daten über Politiker, Wirtschaftsvertreter und Sicherheitsbeamte beschafft haben, darunter auch Personen von besonderem Interesse für Moskau. Diese neuen Erkenntnisse basieren größtenteils auf Telegram-Chatnachrichten, die britische Behörden nach Österreich übermittelt haben.

Der jüngste Vorwurf gegen O. betrifft die Weitergabe von drei Mobiltelefonen hochrangiger Beamter des österreichischen Innenministeriums an den russischen Geheimdienst im Juni 2022. Diese Handys waren bei einem Kanu-Ausflug im Sommer 2017 in einen Fluss gefallen und sollen zur Datensicherung beim BVT aufbewahrt worden sein. O. hatte offenbar Zugang zu diesen Geräten, die in der Wohnung seines ehemaligen Schwiegersohns in Wien gelagert wurden.

Die Ermittlungen deuten darauf hin, dass der Transport der Handys und eines speziell verschlüsselten Laptops namens SINA im Auftrag Marsaleks organisiert wurde. Dieser Laptop wird von deutschen Sicherheitsbehörden wie dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) oder dem Bundeskriminalamt (BKA) genutzt und ist für die Speicherung und Übertragung von Daten mit dem höchsten Einstufungsgrad „Streng Geheim“ zugelassen.

Die Vermutung der Ermittler ist, dass der Laptop geheime behördliche Daten eines EU-Staates enthalten habe, die für den russischen Nachrichtendienst von Interesse gewesen seien. Es ist unklar, aus welchem Land der Laptop stammt, der im November 2022 in Wien übergeben wurde. Die Untersuchungen zu diesem Fall sind noch im Gange, während Egisto O. beteuert, unschuldig zu sein und sich als Opfer einer Intrige innerhalb der österreichischen Sicherheitsbehörden sieht.

Google Maps gendert CDU-Einrichtungen: Aktivist:innen sorgen für Aufsehen

In einer ungewöhnlichen Wendung zeigt Google Maps bei der Suche nach „CDU“ plötzlich viele Treffer mit einem angehängten „:innen“ an. Die Christlich Demokratische Union Deutschlands – kurz CDU – erscheint somit als „CDU:innen“ in der Auto-Vervollständigung. Beispielsweise taucht ein CDU-Stadtverband:in in Castrop-Rauxel auf und Hannover zeigt einen CDU-Bezirksverband:innen. Bei genauerem Hinsehen sind die Einträge jedoch ungegendert, lediglich die Suchanfrage und die Optionen werden verändert. In einigen Städten findet man auch Varianten wie „*in“ oder „*innen“, wie beispielsweise den CDU-Bezirksverband:in am Inn:sbrucker Platz in Berlin.

Diese gegenderten Suchergebnisse sind seit Ostersonntag zu beobachten. Es wird spekuliert, ob es sich um einen möglichen Aprilscherz der CDU handeln könnte. Die Partei bestätigte die Vorfälle und behält sich rechtliche Schritte vor. Bisher hat Google Maps die Änderungen nicht rückgängig gemacht. Andere politische Parteien oder Organisationen sind von diesem Phänomen nicht betroffen. Die CSU hat beispielsweise in Bayern das Gendern ab dem 1. April untersagt, was möglicherweise zu Protestaktionen geführt haben könnte.

Ein Google-Sprecher teilte mit, dass sie Kenntnis von der Aktion haben und entsprechende Maßnahmen ergriffen haben, um solche irreführenden Änderungen zu überwachen und zu verhindern. Nutzer:innen werden ermutigt, falsche Orte und andere unangemessene Inhalte zu melden, um Google Maps authentisch und zuverlässig zu halten.

Um das Gendern in Google Maps zu realisieren, müssen viele Vorschläge eingegangen sein, die dann vom Dienst übernommen werden. Es scheint, als hätten Unbekannte die Möglichkeit genutzt, Fehler oder Ungenauigkeiten zu melden, um die Genderversionen einzuführen. Google betont, dass sie daran arbeiten, Missbrauch schnellstmöglich zu erkennen und zu unterbinden.

Eine Gruppe hat sich auf indymedia zu dieser Aktion bekannt und erklärt sie als Protest gegen patriarchale Strukturen und Politiker:innen, die dieses System ausnutzen. Es bleibt abzuwarten, wie Google auf diese Situation reagieren wird und ob die gegenderten Einträge wieder in ihre ursprüngliche Form zurückkehren.

Ex-Verfassungsschützer in Wien wegen Spionageverdachts festgenommen

In Österreich sorgt die Festnahme eines ehemaligen Verfassungsschützers für Aufsehen, der verdächtigt wird, sensible Daten abgegriffen und weiterverkauft zu haben. Der Festgenommene, Egisto O., soll Verbindungen zu Jan Marsalek, dem ehemaligen Vorstand von Wirecard, haben, gegen den in Großbritannien Ermittlungen wegen Spionage für Russland laufen.

Egisto O. war lange beim Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) tätig, das mittlerweile aufgelöst ist. Bereits seit 2017 wird gegen ihn ermittelt. Laut Paul Schliefsteiner vom Österreichischen Zentrum für Geheimdienst- und Sicherheitsstudien handelte O. offenbar mit Informationen und Daten aus seiner Position im BVT heraus und setzte diese Tätigkeit auch nach seinem Ausscheiden fort.

Ein besonders brisanter Vorwurf betrifft den mutmaßlichen Verkauf von Handydaten hochrangiger Beamter des Innenministeriums an Russland im Jahr 2022. Die Daten wurden angeblich kopiert, nachdem die Beamten bei einem Betriebsausflug verunglückt waren und ihre Handys repariert werden mussten.

Der Verdacht gegen O. kam ins Rollen, nachdem Informationen aus Großbritannien über den Fall Marsalek ans Licht kamen. Dieser soll ein Netzwerk von bulgarischen Agenten befehligt haben, die für Russland spionierten. Egisto O. soll ebenfalls Verbindungen zu Marsalek gehabt und ihn mit Informationen versorgt haben.

Trotz der Vorwürfe beteuerte O. in einem Fernsehinterview 2021 seine Unschuld. Die aktuelle Festnahme wirft erneut Fragen über die Tiefe der russischen Netzwerke in Österreichs Sicherheitskreisen auf. Bundeskanzler Karl Nehammer hat daraufhin den Nationalen Sicherheitsrat einberufen.

Der Historiker und Russland-Experte Wolfgang Müller von der Universität Wien betont, dass der Fall nicht nur die nationale Sicherheit Österreichs betrifft, sondern auch die Mitbestimmung des Landes in multilateralen EU-Angelegenheiten. Russland strebe nicht nur nach Informationen, sondern versuche auch, Propaganda zu verbreiten.

Galeria Karstadt Kaufhof: Drittes Insolvenzverfahren eröffnet

Das Amtsgericht Essen hat das Regelinsolvenzverfahren für den angeschlagenen Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof eröffnet. Damit befindet sich das Unternehmen bereits zum dritten Mal in einem Insolvenzverfahren. Die Eröffnung des Verfahrens am Ostermontag wurde heute in einer Mitteilung des Gerichts bekannt gegeben.

Die Entscheidung ermöglicht es den Gläubigern, ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter anzumelden. Rechtsanwalt Stefan Denkhaus, der zuvor als vorläufiger Verwalter fungierte, wurde zum Insolvenzverwalter ernannt. Eine Besonderheit dieses Verfahrens ist, dass bereits Verhandlungen mit potenziellen neuen Eigentümern begonnen haben. Laut Denkhaus sollen diese Gespräche noch im April abgeschlossen werden. Die endgültige Entscheidung über eine Übernahme liegt jedoch bei der Gläubigerversammlung, die am 28. Mai in der Messe Essen stattfinden wird, um über den Insolvenzplan abzustimmen.

Der Insolvenzantrag von Galeria wurde Anfang Januar eingereicht, ausgelöst durch den Zusammenbruch der Muttergesellschaft Signa des österreichischen Unternehmers René Benko. Die Zahl der Filialen hat sich seit der ersten Insolvenz halbiert, und es bleiben derzeit 92 Filialen übrig. Die endgültige Anzahl hängt von den laufenden Verhandlungen mit den Vermietern ab.

Viele der 12.800 Mitarbeiter müssen um ihre Arbeitsplätze bangen, da die Anzahl der verbleibenden Standorte stark von den Verhandlungen mit den Vermietern abhängt. Filialen mit hohen Mieten, insbesondere solche, die sich im Besitz von Signa-Tochter Prime Selection befinden, könnten geschlossen werden, wenn keine Einigung erzielt wird. Um den Geschäftsbetrieb während des Sanierungsverfahrens aufrechtzuerhalten, hat Signa einen Massekredit über 100 Millionen Euro von Attestor Ltd erhalten.

Zusätzlich plant die in Bangkok ansässige Central Group die Übernahme der Luxuskaufhäuser der Signa-Tochter Retail Luxury Holding, darunter das Kaufhaus Selfridges in London und die KaDeWe Gruppe in Deutschland.

Haushalt ab 2028: Lindner sieht Milliarden-Spielraum für Verteidigung

Bundesfinanzminister Christian Lindner sieht im Bundeshaushalt ab 2028 einen Spielraum von bis zu neun Milliarden Euro zur Aufstockung des Verteidigungsetats. Bei disziplinierter Haushaltsführung könnte die Schuldenquote unter den in der EU vorgeschriebenen 60 Prozent der Wirtschaftsleistung liegen, so der FDP-Chef.

Der Bund hatte in den Jahren 2020, 2021 und 2022 aufgrund der Corona-Krise und des Ukraine-Kriegs Notlagenkredite in Höhe von rund 300 Milliarden Euro aufgenommen. Die Tilgung soll im Jahr 2028 beginnen und über mehr als 30 Jahre laufen. Aktuell ist ab 2028 eine Schuldentilgung von jährlich neun Milliarden Euro vorgesehen.

Lindner erklärte, dass, falls die Belastung durch die Pandemie im Schuldenstand bereits überwunden sei, die Tilgung wesentlich reduziert werden könnte. Das freiwerdende Geld könnte stattdessen in den Verteidigungsetat fließen.

Vor der Corona-Pandemie hatte der Bund im Jahr 2019 eine Schuldenquote von 59 Prozent erreicht. Durch die pandemiebedingten Kredite stieg die Quote rapide an, liegt aber inzwischen wieder bei rund 63 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Lindner äußerte die Zuversicht, dass bereits 2028 das Vor-Corona-Niveau erreicht werden könne.

Um das Zwei-Prozent-Ziel der NATO zu erfüllen, müssen zusätzliche Mittel aufgebracht werden. Lindner betonte, dass eine Stärkung des Wirtschaftswachstums und der Verzicht auf zusätzliche Sozialausgaben helfen könnten, das Ziel zu erreichen.

Die Bundesregierung hat als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine eine militärische Zeitenwende ausgerufen und sich verpflichtet, das Zwei-Prozent-Ziel der NATO zu erreichen. Lindner appellierte an alle Parteien, die Notwendigkeit einer disziplinierten Haushaltsführung zu erkennen und das Ziel der Sicherheit zu unterstützen.

Die Diskussion um die Schuldenbremse und den Bundeshaushalt sei aus Sicht Lindners schädlich für das Bild der Koalition. Er plädierte dafür, bis zur Bundestagswahl den Status quo zu akzeptieren und den Bürgern die Entscheidung zu überlassen.

Digitalisierung der Verwaltung: Bund lässt sichere Cloud von Ionos aufbauen

Im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung setzt die Bundesverwaltung auf eine neue Cloud-Lösung, die von dem deutschen Anbieter Ionos entwickelt wird. Ionos, mit Sitz in Montabaur, hat einen bedeutenden Auftrag erhalten, eine besonders sichere Computer-Cloud für den Bund aufzubauen.

Das Unternehmen erhielt den Zuschlag für den Aufbau dieser speziellen Cloud, die höchste Sicherheitsstandards erfüllen soll. Gemäß der Ausschreibung kann Ionos bis zu 410 Millionen Euro für diesen Auftrag abrufen. Ionos ist Teil des deutschen United-Internet-Konzerns, zu dem unter anderem die E-Mail-Provider gmx und web.de gehören.

Die „private Enterprise-Cloud“, zertifiziert unter anderem vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), wird in den Rechenzentren des Informationstechnikzentrums Bund (ITZBund) betrieben. Ein herausragendes Merkmal dieser Ionos-Lösung ist, dass sie nicht mit dem öffentlichen Internet verbunden ist. Dies wird durch ein Konzept erreicht, das als „Air Gapping“ bekannt ist. Dadurch wird es externen Personen nahezu unmöglich gemacht, auf sensible Informationen zuzugreifen.

Beim „Air Gapping“ werden die Rechner physisch von den Netzwerken getrennt. Updates und Softwareaktualisierungen erfolgen über spezielle, transportable Speichermedien. Die Mitarbeiter der Verwaltung greifen über abgeschirmte und gesicherte Datennetze des Bundes auf diese „private Cloud“ zu.

Die IT-Anwendungen des Bundes umfassen mehr als 1.000 Fachverfahren, darunter das Punktekonto des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg und die Berechnung der Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG).

Das Informationstechnikzentrum Bund ist eine wichtige Einrichtung der deutschen Bundesverwaltung und verantwortlich für die Bereitstellung und den Betrieb von IT-Dienstleistungen. Als Anstalt des Öffentlichen Rechts trägt das ITZBund zur Effizienz und Sicherheit der Informationstechnologie innerhalb der Bundesverwaltung bei und treibt die Digitalisierung voran.

Cyberangriff auf Schul-Webseiten im Schweizer Kanton Freiburg? (April 2024)

Im Kanton Freiburg in der Schweiz sind aktuell mehrere Schulwebseiten offline. Beim Versuch, diese aufzurufen, erhalten Besucher lediglich eine Fehlermeldung, die auf eine technische Wartung hinweist. Dieser Zustand besteht bereits seit einigen Tagen, und es gibt Gerüchte über einen möglichen Cyberangriff, bei dem auch Daten kompromittiert worden sein könnten.

Freiburg, auch bekannt als Fribourg, ist ein ländlicher Kanton im Westen der Schweiz. Er zeichnet sich durch seine zweisprachige Bevölkerung aus, wobei Französisch im Westen und Deutsch im Osten gesprochen wird. Der Kanton ist Teil sowohl der französischsprachigen Romandie als auch der Deutschschweiz. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung sprechen Französisch und ein Drittel Deutsch, was Freiburg zu einem der offiziell mehrsprachigen Kantone der Schweiz macht.

Schulwebseiten sind offline Ein aufmerksamer Leser unseres Blogs wies uns darauf hin, dass verschiedene Schulwebseiten im Kanton Freiburg nicht erreichbar sind. Wir haben versucht, einige dieser Webseiten aufzurufen und erhielten die Fehlermeldung „Die Website hat einen unerwarteten Fehler festgestellt. Bitte versuchen Sie es später erneut.“ Ein Blick in das Internetarchiv zeigt, dass zumindest teilweise das Content Management System Drupal (Version 8) für diese Webseiten verwendet wird.

Drupal 8 ist jedoch nicht mehr im Support und hat sein End of Life erreicht. Dies bedeutet, dass Sicherheitsaktualisierungen nicht mehr verfügbar sind, was die Webseiten anfällig für potenzielle Sicherheitslücken macht.

Gab es einen Cyberangriff? Es gibt Gerüchte über einen möglichen Cyberangriff, da Schulpersonal angewiesen wurde, ihre Passwörter zu ändern. Unbestätigten Berichten zufolge könnten bei einem möglichen Hack Namen, Passwörter, Kreditkartendaten und andere persönliche Informationen kompromittiert worden sein. Bisher gibt es jedoch keine offizielle Bestätigung dieser Informationen.

Wir haben beim Kanton angefragt, aber bisher noch keine Rückmeldung erhalten. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten, sobald wir weitere Informationen erhalten.

Microsoft will Office und Teams weltweit entflechten

Microsoft plant, seine Chat- und Konferenz-App Teams weltweit von seinem Office 365-Produkt zu trennen. Diese Entscheidung wurde am Montag bekannt gegeben, wie die Nachrichtenagentur Reuters exklusiv berichtete. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte, dass diese Änderung vorgenommen werde, „um Klarheit für unsere Kunden zu schaffen“. Bereits im vergangenen Jahr hatte Microsoft Teams in der EU von Office 365 entbündelt, um mögliche kartellrechtliche Strafen der EU zu vermeiden.

Hintergrund dieser Entscheidung ist eine Untersuchung der Europäischen Kommission zu Microsofts Verknüpfung von Office und Teams. Die Wettbewerbsbeschwerde der Salesforce-Tochter Slack im Sommer 2020 führte zu dieser Untersuchung. Der Vorwurf lautet, dass Microsoft durch die Einbindung von Teams in die Microsoft-365-Dienste rechtswidrig und wettbewerbswidrig handle. Im Oktober letzten Jahres begann Microsoft damit, Teams in der EU und der Schweiz separat von Microsoft 365 und Office 365 anzubieten. Nun wird diese Maßnahme weltweit umgesetzt.

Um Klarheit für die Kunden zu schaffen und dem Feedback der Europäischen Kommission gerecht zu werden, wird die Trennung von Teams und Office weltweit durchgeführt. Bestehende Kunden haben die Möglichkeit, ihre aktuellen Angebote beizubehalten oder zu aktualisieren. Neue Geschäftskunden können Teams allein für 5,25 US-Dollar erwerben, während Office-Pakete ohne Teams je nach Umfang zwischen 7,75 und 54,75 US-Dollar kosten. Diese Preise können jedoch je nach Land und Währung variieren.

Obwohl die Entflechtung möglicherweise nicht ausreicht, um die EU-Kartellklage abzuwenden, wird sie Microsoft möglicherweise in den kommenden Monaten zugestellt. Eine Kartellstrafe könnte beträchtlich sein und bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes von Microsoft ausmachen.