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Kanzler Scholz und die abgewiesene Behörden-Cloud

Ein teurer Spaß für die Bundesländer?

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) setzt sich persönlich für ein ambitioniertes Cloud-Projekt von SAP und Microsoft ein. Bei einer Konferenz mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer am 20. Juni informierte Scholz über das Cloudangebot, das besonders hohe Datenschutzniveaus für Microsoft-Dienste in den Behörden des Bundes und der Länder gewährleisten soll. Doch die Bundesländer ließen Scholz abblitzen.

Kanzler im Werbemodus

Was genau Scholz bei der Konferenz sagte, wollte ein Regierungssprecher nicht näher erläutern. Laut dem Handelsblatt appellierte Scholz an die Länderchefs, eine Zusage für die Nutzung der Cloud abzugeben. Er bezeichnete es als „ganz entscheidenden Moment für Deutschland“ und betonte, er würde „einen Vertrag sofort unterschreiben“. Kurz vor der Konferenz hatte Scholz einen Termin mit SAP-Chef Christian Klein.

Länder sehen keinen Mehrwert

Den Unterlagen des IT-Planungsrates zufolge vereinbarten Scholz und die Ministerpräsidenten, dass sich Bund und Länder zeitnah erneut austauschen. Das Bundesinnenministerium berief daraufhin eine Sondersitzung des IT-Planungsrats ein und formulierte einen Beschlussvorschlag. Dieser sah vor, das Interesse von Ländern und Kommunen an der SAP-Microsoft-Cloud zu begrüßen und den potentiellen Mehrwert anzuerkennen. Doch auf der Sitzung kam kein Beschluss zustande. Vertreter mehrerer Länder fühlten sich vom Bund überfahren.

Kritik aus dem Norden und Osten

Schleswig-Holstein und Thüringen kritisierten das Projekt bereits im Vorfeld. „Für die Souveränität eines Staates ist die Fähigkeit, Betriebsprozesse der eingesetzten IT-Lösungen beeinflussen zu können und Herr über die staatlichen Datenflüsse zu sein, unabdingbar“, heißt es in ihrem Änderungseintrag. Schleswig-Holstein setzt auf Open-Source-Software und wechselt aktuell zu Libre Office.

Altbekanntes Terrain für Scholz

Das Microsoft-SAP-Projekt ist für Scholz kein Neuland. Bereits 2021 machte Microsoft der Bundesregierung das Angebot, zusammen mit einer deutschen Betreibergesellschaft eine spezielle Behördencloud aufzubauen. Damals führte das Finanzministerium, unter Leitung von Scholz, die Verhandlungen mit Microsoft. 2022 gaben SAP und Arvato Systems bekannt, dass sie den Betrieb der Cloud übernehmen wollen.

Souverän oder doch nicht?

Durch das Modell sollen die Daten vor dem Zugriff durch US-Behörden sicher sein. Microsoft liefert die Software, während die SAP-Tochter Delos die Cloud als Eigentümerin verantwortet und vermarktet. Arvato Systems betreibt die Rechenzentren. Geplante technische Schutzmaßnahmen sollen die Sicherheit erhöhen: So wird Microsoft den Behörden den Quellcode aller Updates bereitstellen. Die Beteiligten sprechen von einer „souveränen“ Cloud. Der Aufbau läuft bereits: Microsoft stattet derzeit Rechenzentren mit der nötigen Technik aus.

Nervosität bei SAP?

Bei SAP scheint man jedoch nervös zu sein, was die Erfolgsaussichten angeht. Der überraschende Abgang von Delos-Chef Georges Welz und dessen Ersetzung durch Oliver Grothe-Kersten lässt darauf schließen. Ob SAP-Chef Christian Klein das Delos-Projekt bei seinem Termin mit Scholz ansprach, ist nicht bekannt. Der Konzern kommentiert dies nicht näher, wünscht sich aber stärkere Interessenbekundungen seitens der Politik.

Ein langer Weg zur Entscheidung

Die Prüfung der Cloud-Lösung durch den Bund läuft noch bis Ende 2026. Erst dann wird entschieden, ob die Cloud die staatlichen Anforderungen in Bezug auf Informationssicherheit und Geheimschutz erfüllt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat dabei „rote Linien“ für Cloud-Dienste formuliert. Nur ein positives Ergebnis der Prüfung ermöglicht den Behörden die Nutzung der Cloud-Dienste.

Uneinigkeit in den Bundesländern

Die IT-Strategien der Bundesländer und Kommunen unterscheiden sich stark. Schleswig-Holstein und Thüringen setzen auf Open Source. Andere Bundesländer bevorzugen Microsoft-Dienste aus der Public Cloud. Niedersachsen handelte spezielle datenschutzrechtliche Regelungen für die Nutzung von Teams aus und Hamburg arbeitet bereits an der Einführung von Microsoft 365 in der Landesverwaltung.

Fazit

Der Kanzler hat sich ins Zeug gelegt, aber die Bundesländer blieben skeptisch. Das Projekt könnte durchaus ein Wegweiser für die digitale Souveränität Deutschlands sein, doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Scholz muss noch einige Überzeugungsarbeit leisten, um die Cloud-Träume von SAP und Microsoft in die Realität umzusetzen.

Friedrich Merz: Hoch hinaus oder tief gefallen?

Teurer Höhenflug oder strategischer Weitblick?

Was für eine Geldverschwendung und Selbstinszenierung! Friedrich Merz, der CDU-Chef, hat für seinen Flug im Eurofighter mehr als 100.000 Euro verpulvert. Dafür müssen sogenannte Bürgergeldbetrüger, auf die Merz gerne verweist, lange hart arbeiten. Klingt nach einer katastrophalen Aktion, die Merz politisch schaden könnte, oder? Vielleicht nicht. Dieser Überschallflug könnte ihm langfristig sogar helfen.

Kritik aus allen Richtungen

Natürlich kam die Kritik sofort. Ein „Abenteuer“, wie Merz es nennt, das typisch ist für einen Topverdiener, der sich selbst zum Mittelstand zählt. Grüne und Linke weisen zu Recht auf die Belastung von Haushalt und Klima hin. Ein Soldat hätte diesen Flug als Übung nutzen können, was ihm nun fehlt. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg mag solche Flüge rechtfertigen können, aber Friedrich Merz, ein Oppositionspolitiker ohne verteidigungspolitische Verantwortung?

Symbolpolitik vom Feinsten

Doch Politik ist immer auch Symbolpolitik. Ricarda Lang von den Grünen wirft Merz Selbstinszenierung und Instinktlosigkeit vor. Dabei zielt auch sie in jedem Interview auf die Zustimmung der Bevölkerung ab. Und der Vorwurf der Selbstinszenierung ist an sich schon eine Form der Selbstinszenierung. Sie präsentiert sich stets als das Gegenteil von Merz: pragmatisch und problemorientiert, während Merz hier und da zum Populismus neigt. Symbolik gegen Pragmatismus – eine Wasserpistole gegen einen Kampfjet.

Der Mann mit dem Verteidigungsinstinkt

Hier kommt die Weitsicht ins Spiel. Friedrich Merz weiß, wie wichtig die symbolische Nähe zur Bundeswehr durch die russische Bedrohung und den Überfall auf die Ukraine geworden ist. Verteidigungsminister Boris Pistorius hat auch deswegen den Job bekommen, weil er Wehrdienst geleistet hat. Merz setzt sich mit dieser Aktion von der fast durchweg zivilen Spitzenpolitik ab und zeigt seine Nähe und sein Interesse für die Truppe. Und ganz nebenbei erfüllt er sich wahrscheinlich einen Traum.

Das Fazit: Merz im Höhenflug

Zwar konnte Merz den Kampfjet nicht alleine fliegen, das Kommando hatte Oberstleutnant Dirk Pingel. Doch diese Aktion dürfte bei vielen Soldatinnen und Soldaten gut angekommen sein. Und bei den Wählerinnen und Wählern bleibt vielleicht unterbewusst hängen: Der Mann versteht etwas von Verteidigung. Diese feinen Unterschiede können am Ende entscheidend sein. Denn manchmal ist es genau diese symbolische Geste, die einem Politiker den nötigen Schub verleiht – und nicht nur im Eurofighter.

Von der Neonazi-Parole zum Sommerhit: Ein Sommer voller Missklänge

Wenn Sylt zur Bühne wird: Der Tanz mit der Dissonanz

Sylt – ein Ort, der für Sommer, Sonne und Strand steht. Doch in letzter Zeit sorgt die Nordseeinsel für Schlagzeilen der unangenehmen Art. Ein Video von einer Feier auf der Terrasse der bekannten „Pony Bar“ auf Sylt hat die Nation in Aufruhr versetzt. Jugendliche tanzen zum Eurodance-Hit „L’amour toujours“ und skandieren dabei rechtsextreme Parolen. Doch wie konnte es dazu kommen, dass ein fröhlicher Sommerhit mit einer solch abscheulichen Botschaft verbunden wird?

Ein Echo von der Insel

Während die Sonne über Sylt untergeht, wird auf der Party „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“ gegrölt. Doch das Phänomen ist nicht neu. Bereits seit Jahren wird die Neonazi-Parole zu „L’amour toujours“ gesungen. Besonders in Mecklenburg-Vorpommern ist dieses Verhalten seit langem bekannt, berichtet Marvin Müller, Vorsitzender der Jusos Mecklenburg-Vorpommern. Auf Dorf- und Strandfesten oder in Regionalbahnen ist die Parole keine Seltenheit, meist vorgetragen von Personen in schwarz-weiß-roten Outfits, den Farben der ehemaligen Reichsflagge.

Eine alte Taktik mit neuem Anstrich

Rechtsextreme nutzen populäre Musik, um ihre Ideologien zu verbreiten, schon seit den 1920er-Jahren. Neu ist jedoch die Strategie, die dabei angewendet wird. Mario Dunkel, Professor für Musikpädagogik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, erklärt, dass die Neue Rechte vermehrt mit Humor und Ironie arbeitet. So könne man eine extrem rechte Botschaft senden und gleichzeitig behaupten, es sei nur ein Witz gewesen.

Die unsichtbare Hundepfeife

Diese Methode wird als „Dog Whistle Politics“ bezeichnet: Ein Code, der von verschiedenen Gruppen unterschiedlich interpretiert wird. Für die einen ist „L’amour toujours“ einfach ein netter Song, für die anderen ein klarer Aufruf zu Fremdenhass. Die AfD nutzt das Lied bereits seit Monaten in TikTok-Videos und sogar bei ihren Sommerfesten. Es sind T-Shirts und andere Artikel mit der Sylt-Silhouette und dem Schriftzug „Döp Dödö Döp“ erhältlich – ein scheinbar harmloser Text, der aber eine tiefergehende Bedeutung birgt.

Ein Land im falschen Takt

Nach Recherchen der NDR-Medienredaktion ZAPP gab es vor dem Vorfall auf Sylt über 60 polizeilich registrierte Fälle ähnlicher Art. Die Verbreitung des Videos hat das Phänomen jedoch schlagartig verschärft. Mittlerweile wird die rechtsextreme Parole in allen Bundesländern und Gesellschaftsschichten gesungen – auf Partys, in der Schule und sogar bei der Fußball-EM. Insgesamt wurden bis Anfang Juli 2024 389 Fälle polizeilich oder medial erfasst. Ob aus Ironie, Provokation oder Überzeugung – jeder Vorfall trägt dazu bei, die rechtsextreme Position weiter in die Mitte der Gesellschaft zu rücken.

Schlussakkord: Ein Loblied auf Zivilcourage

Das Phänomen zeigt, wie subtil und doch gefährlich rechtsextreme Botschaften in den Alltag einsickern können. Es ist wichtig, aufmerksam zu bleiben und klar Stellung gegen solche Tendenzen zu beziehen. Denn letztlich sind es nicht nur die lauten Parolen, sondern auch die stillen Duldungen, die einer Demokratie schaden können. In diesem Sommer sollten wir nicht nur den richtigen Beat finden, sondern auch den richtigen Ton angeben – gegen Hass und für ein friedliches Miteinander.

Schüsse bei Trumps Wahlkampfveranstaltung: Präsident Biden verurteilt Gewalt

Politische Spannungen erreichen neuen Höhepunkt

Ein dramatischer Zwischenfall erschütterte eine Wahlkampfveranstaltung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in Pennsylvania. Mehrere Schüsse fielen, wobei Trump leicht verletzt wurde. Der Vorfall führte zu weitreichenden Reaktionen, sowohl innerhalb der USA als auch international.

Bidens deutliche Worte

US-Präsident Joe Biden verurteilte den Angriff scharf und bezeichnete die Tat als „krank“. Auf einer Pressekonferenz betonte er: „Wir können nicht erlauben, dass so etwas geschieht.“ Er unterstrich, dass Trump in der Lage sein müsse, seinen Wahlkampf friedlich und ohne Zwischenfälle zu führen. Biden teilte außerdem mit, dass er nach dem Vorfall mit Trump telefoniert habe, um ihm persönlich Genesungswünsche zu übermitteln.

Parteiübergreifende Anteilnahme

Die Reaktionen auf den Angriff waren parteiübergreifend. Bidens Vizepräsidentin Kamala Harris warnte vor einer weiteren Eskalation und betonte die Notwendigkeit, solche Taten zu verurteilen, um weitere Gewalt zu verhindern. Auch Außenminister Antony Blinken und Verteidigungsminister Lloyd Austin äußerten sich schockiert und traurig über den Vorfall. Der frühere US-Präsident Barack Obama mahnte auf dem Kurznachrichtendienst X, dass es keinen Platz für politische Gewalt in der Demokratie gebe.

Solidarität aus aller Welt

Auch international löste der Angriff Entsetzen aus. Der deutsche Botschafter in Washington, Andreas Michaelis, zeigte sich schockiert über die Ereignisse in Butler, Pennsylvania. Er betonte, dass jede Form politisch motivierter Gewalt abzulehnen sei und wünschte Trump eine schnelle Genesung. Ähnlich äußerten sich der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und der kanadische Regierungschef Justin Trudeau. Beide betonten, dass politische Gewalt niemals akzeptabel sei.

Reaktionen der Vereinten Nationen

Die Vereinten Nationen schlossen sich den Verurteilungen an. Der Sprecher von UN-Generalsekretär Antonio Guterres erklärte, dass dieser Akt politischer Gewalt aufs Schärfste verurteilt werde und wünschte Trump eine rasche Genesung.

Konsequenzen für den Wahlkampf

Nach dem Angriff hat das Wahlkampfteam von Joe Biden angekündigt, die Ausstrahlung von Wahlkampfspots vorübergehend zu stoppen. Dieser Schritt zeigt, dass in Zeiten der Krise parteiübergreifende Solidarität und Menschlichkeit im Vordergrund stehen sollten. Der Vorfall in Pennsylvania unterstreicht die Notwendigkeit, politische Differenzen auf friedliche Weise beizulegen und die Demokratie zu schützen.


Die Ereignisse rund um den Wahlkampfauftritt von Donald Trump zeigen einmal mehr, wie angespannt die politische Lage in den USA ist. Es bleibt zu hoffen, dass solche Gewalttaten in Zukunft verhindert werden können und der demokratische Prozess ohne weitere Zwischenfälle fortgeführt wird. Humorvoll könnte man sagen: Selbst eine Kugel kann den politischen Marathon nicht aufhalten, aber lasst uns hoffen, dass künftig nur noch rhetorische Geschosse zum Einsatz kommen.

Schüsse bei Trumps Wahlkampfauftritt: Ex-Präsident leicht verletzt

Spannungen in Pennsylvania: Schüsse bei Trump-Rallye

Bei einem Wahlkampfauftritt des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in Pennsylvania kam es zu einem dramatischen Zwischenfall: Mehrere Schüsse fielen, Trump selbst wurde leicht verletzt. Ein Besucher der Veranstaltung kam ums Leben, und der mutmaßliche Schütze ist ebenfalls tot.

Der Vorfall im Detail

Wie der Secret Service mitteilte, wurde während Trumps Rede in Pennsylvania plötzlich das Feuer eröffnet. Trump, der auf der Bühne stand, wurde von einer Kugel am Ohr getroffen. In einem Post auf seiner Plattform Truth Social schrieb der 78-Jährige: „Ich hörte ein zischendes Geräusch, Schüsse und spürte sofort, wie die Kugel durch die Haut drang.“ Trotz des Schreckens gehe es ihm gut, wie sein Kommunikationschef Steven Cheung später bestätigte.

Ermittlungen eingeleitet

Der mutmaßliche Schütze, der von einer erhöhten Position aus feuerte, wurde vom Secret Service „neutralisiert“. Ein Besucher der Veranstaltung wurde getötet, zwei weitere Personen schwer verletzt. Der Secret Service erklärte, der Angreifer habe „von einer erhöhten Position“ geschossen. Die Ermittlungen werden vom FBI geführt, und der Vorfall wird als versuchtes Attentat eingestuft.

Sicherheitsvorkehrungen verstärkt

Nach dem Angriff wurden landesweit die Sicherheitsvorkehrungen verschärft, insbesondere rund um den Trump Tower. Der Vorfall ereignete sich kurz vor dem Parteitag der Republikaner, bei dem Trump offiziell zum Präsidentschaftskandidaten gekürt werden soll. Trotz des Vorfalls plant Trump, wie angekündigt an der Veranstaltung teilzunehmen.

Reaktionen auf den Angriff

Der Angriff löste in den USA und international scharfe Reaktionen aus. Präsident Joe Biden verurteilte die Tat als „krank“ und betonte, dass Gewalt keinen Platz in Amerika habe. Politiker beider Parteien schlossen sich dieser Verurteilung an, darunter auch Trumps ehemaliger Vizepräsident Mike Pence und Ex-Präsident Barack Obama.

Was bedeutet das für den Wahlkampf?

Der Angriff auf Trump wirft ein weiteres Licht auf die angespannte politische Lage in den USA. Trump, der sich voraussichtlich erneut gegen den amtierenden Präsidenten Joe Biden zur Wahl stellt, bleibt trotz des Vorfalls entschlossen. Sein Wahlkampfteam betont, dass die Pläne unverändert bleiben und Trump weiterhin für seine Rückkehr ins Weiße Haus kämpft.

Mit einem ironischen Augenzwinkern könnte man sagen, dass selbst Kugeln Donald Trump nicht von seiner Mission abhalten können. Der Wahlkampf 2024 verspricht spannend zu bleiben – aber hoffentlich ohne weitere Zwischenfälle dieser Art.


Die Ereignisse in Pennsylvania zeigen einmal mehr, wie angespannt die politische Lage in den USA ist. Es bleibt zu hoffen, dass solche Gewalttaten in Zukunft verhindert werden können und der demokratische Prozess ohne weitere Zwischenfälle fortgeführt wird.

Kindergrundsicherung: Grüne geben nicht auf

Trotz Lindners Absage: Grüne bestehen auf Kindergrundsicherung

Die Diskussion um die Kindergrundsicherung geht in die nächste Runde: Obwohl Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) die Pläne der Grünen für diese Legislaturperiode abgelehnt hat, halten die Grünen an der Einführung der Kindergrundsicherung fest. Bundesfamilienministerin Lisa Paus betont, dass das Gesetz nach wie vor im parlamentarischen Verfahren sei. Fraktionsvize Andreas Audretsch erklärte dazu: „Wir werden die Kindergrundsicherung 2025 auf den Weg bringen.“

Zwei-Stufen-Plan der Grünen

Audretsch erläuterte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Grünen im Bundestag eine Einführung der Kindergrundsicherung in zwei Stufen planen. Über die Details werde derzeit zwischen den Ampel-Fraktionen SPD, Grünen und FDP verhandelt. Paus zeigte sich im ARD-Hörfunk optimistisch: „Es gibt noch die Sommerpause, um über die Pläne nachzudenken. Und danach können wir es dann auch schaffen.“

Lindner bleibt hart

Bundesfinanzminister Lindner bleibt jedoch bei seiner ablehnenden Haltung. Er machte klar, dass die Pläne von Paus für eine Kindergrundsicherung in dieser Legislaturperiode nicht umgesetzt werden. Stattdessen werde die Regierung lediglich den Kindersofortzuschlag weiterführen und den Kinderzuschlag anheben. Lindner erklärte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, dass es mit der FDP keine neue Behörde mit vielleicht 5.000 Mitarbeitern geben werde.

Finanzielle Grundlagen für 2025

Andreas Audretsch konterte, dass mit dem Kinderpaket in der Einigung zum Haushalt 2025 die finanzielle Grundlage für den Start der Kindergrundsicherung im selben Jahr gelegt sei. „Drei Milliarden Euro, um die Lage von Familien und Kindern finanziell ganz konkret zu verbessern, und zwar für alle Kinder. Das Geld ist gesichert, jetzt geht es um die künftige Struktur.“

Streitpunkt Verwaltung

Mit der Kindergrundsicherung sollen Leistungen wie das Kindergeld, Leistungen aus dem Bürgergeld für Kinder oder der Kinderzuschlag gebündelt werden. Für Streit in der Koalition sorgt vor allem die genaue Umsetzung, insbesondere der Stellenbedarf in der Verwaltung. Bei der Bekanntgabe der Einigung auf den Haushalt 2025 wurde die Kindergrundsicherung nicht erwähnt. Stattdessen kündigte Lindner an, zum 1. Januar 2025 das Kindergeld und den Kindersofortzuschlag für bedürftige Familien um jeweils fünf Euro zu erhöhen. Auch soll der Kinderfreibetrag angehoben werden.

Haushaltsentwurf im Kabinett

Das Kabinett befasst sich am Mittwoch mit dem Haushaltsentwurf. Endgültig verhandelt und beschlossen wird der Bundeshaushalt dann im Parlament. Es bleibt abzuwarten, ob und wie die Kindergrundsicherung letztlich umgesetzt wird. Die Grünen zeigen sich jedoch entschlossen, trotz der Widerstände an ihrem Plan festzuhalten.


Humorvoll gesagt: Die Kindergrundsicherung ist für die Grünen ein bisschen wie ein hartnäckiger Schnupfen – sie wollen einfach nicht aufgeben, bis die Sache endlich erledigt ist. Ob die FDP das auch so locker sieht, bleibt abzuwarten.

Gesichtserkennung in Sachsen: Datenschutz auf dem Prüfstand

Polizeieinsatz in Görlitz sorgt für Diskussionen

Die sächsische Polizei hat in 21 Ermittlungsverfahren automatisierte Gesichtserkennung eingesetzt – eine Maßnahme, die nun für Diskussionen sorgt. Sowohl mobile als auch stationäre Systeme kamen dabei zum Einsatz, um Videoüberwachungsaufnahmen auszuwerten. Die sächsische Datenschutzbeauftragte stellt die rechtliche Grundlage dieser Maßnahmen infrage.

Einsatz ohne Wissen der Datenschutzbehörde

Die Polizei in Görlitz nutzte die Überwachungstechnik ohne das Wissen der Datenschutzbehörde. In den meisten Fällen wurde die Auswertung der Aufnahmen nachträglich durchgeführt. Ein Echtzeit-Abgleich fand bisher nur in einem Verfahren statt, bei dem Berliner Strafverfolgungsbehörden verantwortlich waren.

Unklare Rechtsgrundlage

Die richterlichen Anordnungen für die Überwachung stützten sich auf verschiedene Paragraphen der Strafprozessordnung (StPO), darunter §§ 100h und 163f. Die Datenschutzbehörde sieht darin jedoch keine ausreichende Rechtsgrundlage für derartige Überwachungsmaßnahmen. Laut der Behörde betreffen diese Maßnahmen „nahezu ausschließlich unbeteiligte Dritte“ und werfen erhebliche Bedenken hinsichtlich der Verhältnismäßigkeit auf.

Kritik an der Praxis

Die Datenschutzbehörde kritisiert, dass die Bilddaten vor dem biometrischen Abgleich nicht reduziert oder gefiltert wurden. Dadurch wurden auch Daten von Personen verarbeitet, die nicht den Tatverdächtigen entsprachen. Dies sei insbesondere problematisch, wenn beispielsweise bei der Suche nach männlichen Verdächtigen auch Frauen und Kinder erfasst würden.

Forderung nach klaren Regelungen

Die Piraten-Politikerin Anne Herpertz, die sich bei der Datenschutzbehörde beschwert hatte, fordert nun ein klares Verbot des Einsatzes solcher Techniken in Deutschland. Sie betont, dass auch retrograde Abgleiche von Gesichtern Fragen bezüglich Datensammelei und Vorratsdatenspeicherung aufwerfen. Herpertz fordert die Datenschutzbehörde auf, den Staatsanwaltschaften zu untersagen, biometrische Überwachung zu beantragen.

Fazit

Die Verwendung von Gesichtserkennung durch die sächsische Polizei wirft viele Fragen auf. Die rechtliche Grundlage, die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen und der Schutz unbeteiligter Dritter stehen im Mittelpunkt der Diskussion. Es bleibt abzuwarten, wie sich die rechtlichen und politischen Debatten in diesem sensiblen Bereich weiterentwickeln. Klar ist: Der Einsatz von Gesichtserkennungstechnologie bleibt ein heißes Eisen, das sorgfältig geprüft und reguliert werden muss.

Friedrich Merz‘ Abenteuer im Eurofighter: Ein teurer Spaß

Kosten, Kritik und Klimafragen: Der CDU-Chef hebt ab

Ende Juni ließ sich CDU-Vorsitzender Friedrich Merz auf ein nicht ganz alltägliches Abenteuer ein: Er flog in einem Eurofighter der Bundeswehr mit und durfte den Kampfjet sogar zeitweise selbst steuern. Doch der Spaß hatte seinen Preis – und das nicht nur finanziell.

Abenteuer mit hohem Preisschild

Wie der „Spiegel“ berichtet, beliefen sich die Kosten für Merz‘ Flug auf stolze 111.242,38 Euro. Diese Summe geht aus einer Antwort des Bundesverteidigungsministeriums an die Linkenabgeordnete Cornelia Möhring hervor. Merz selbst beschrieb den Flug euphorisch als „schönes Abenteuer“ und fügte hinzu: „Es hat Spaß gemacht.“ Der begleitende Pilot, Oberstleutnant Dirk Pingel, bestätigte, dass Merz die Maschine zeitweise selbst steuerte und dabei sogar die Schallmauer durchbrach.

Routineübung oder Ressourcenverschwendung?

Das Verteidigungsministerium verteidigte die Aktion und betonte, die Kosten seien ohnehin angefallen, da es sich um einen regulären Trainingsflug gehandelt habe. Cornelia Möhring von den Linken sieht das jedoch anders. Sie kritisiert, dass Merz die budgetierten Flugstunden eines Co-Piloten verbraucht habe, der stattdessen am Boden bleiben musste. Möhring bezeichnete den Flug als „Rechtsbruch und Sicherheitsrisiko“ und kündigte an, den Bundesrechnungshof einschalten zu wollen.

Umweltbelastung im Fokus

Ein weiterer Kritikpunkt von Möhring betrifft die Umweltauswirkungen des Fluges. Der Eurofighter verbrauchte etwa 4.500 Kilogramm Kerosin, was rund 14.175 Kilogramm CO₂-Emissionen entspricht. Das sei deutlich mehr als der durchschnittliche Jahresausstoß eines Deutschen, so Möhring. Sie warf Merz vor, sich nicht um Klima und Umwelt zu scheren – eine Kritik, die sie bereits nach Merz‘ Flug im Privatjet zur Hochzeit von Bundesfinanzminister Christian Lindner auf Sylt geäußert hatte.

Prominente Fluggäste in Rostock-Laage

Am Flughafen Rostock-Laage, wo Merz seinen Flug absolvierte, werden die Eurofighter-Piloten der Bundeswehr ausgebildet. Interessanterweise hatte zwei Monate zuvor der damalige NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg ebenfalls einen Flug im Eurofighter unternommen. Die Kritik an Merz‘ Flug bleibt jedoch im Raum stehen, sowohl in Bezug auf die hohen Kosten als auch auf die Umweltbelastung und das vermeintliche Sicherheitsrisiko.

Fazit

Friedrich Merz‘ Abenteuer im Eurofighter hat viele Wellen geschlagen – und das nicht nur in der Luft. Während das Verteidigungsministerium den Flug als reguläre Übung verteidigt, sehen Kritiker wie Cornelia Möhring darin eine Ressourcenverschwendung und ein Sicherheitsrisiko. Zudem werfen die hohen CO₂-Emissionen Fragen zur Umweltverantwortung des CDU-Chefs auf. Klar ist: Dieser Flug bleibt nicht ohne Nachspiel.

Ein Blick auf den Wandel: Zahl der Prostituierten bleibt unter Vorkrisenniveau

Statistisches Bundesamt meldet weiterhin niedrige Zahlen in der Prostitution

Die Corona-Pandemie hat viele Lebensbereiche nachhaltig beeinflusst, und auch die Prostitution in Deutschland bildet da keine Ausnahme. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bekanntgab, ist die Zahl der Prostituierten weiterhin deutlich niedriger als vor der Pandemie.

Aktuelle Zahlen und Entwicklungen

Ende 2023 waren in Deutschland 30.600 Prostituierte bei den Behörden registriert. Dies entspricht zwar einem Anstieg von 8,3 Prozent im Vergleich zu 2022, als die Zahl bei rund 28.300 lag, doch im Vergleich zu den Zahlen vor der Pandemie bleibt die aktuelle Zahl deutlich geringer. 2019, also vor dem Ausbruch von COVID-19, waren noch 40.400 Prostituierte gemeldet. Diese Differenz zeigt, dass der Markt sich noch nicht vollständig erholt hat und weiterhin unter dem Vorkrisenniveau liegt.

Keine vollständigen Daten verfügbar

Die Statistiker betonen, dass ihre Zahlen nur die offiziell gemeldeten Prostituierten umfassen. Angaben zu nicht genehmigten Gewerben oder nicht angemeldeten Prostituierten sind nicht verfügbar. Ebenso werden keine Angaben zum Geschlecht der angemeldeten Personen gemacht. Somit bleibt ein Teil des Bildes unvollständig, da die Dunkelziffer unregistrierter Tätigkeiten in diesem Bereich unbekannt ist.

Was steckt hinter den Zahlen?

Der Rückgang der registrierten Prostituierten seit 2019 kann auf verschiedene Faktoren zurückgeführt werden. Die Corona-Pandemie brachte massive Einschränkungen für das Gewerbe mit sich, einschließlich Lockdowns und Kontaktbeschränkungen, die viele dazu zwangen, ihre Tätigkeit einzustellen oder in die Illegalität abzuwandern. Auch die Unsicherheit und die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie könnten dazu beigetragen haben, dass viele den Beruf gewechselt oder aufgegeben haben.

Ein Markt im Wandel

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes spiegeln einen sich verändernden Markt wider. Trotz der leichten Erholung seit 2022 bleibt die Gesamtzahl der Prostituierten unter dem Niveau von 2019. Ob dies eine langfristige Entwicklung ist oder sich die Zahlen in den kommenden Jahren weiter erholen werden, bleibt abzuwarten. Wichtig ist, dass die Rahmenbedingungen und Unterstützungsangebote für Prostituierte weiterhin verbessert werden, um eine sichere und regulierte Arbeitsumgebung zu gewährleisten.

Fazit

Die aktuelle Statistik zeigt, dass die Zahl der Prostituierten in Deutschland noch nicht wieder das Niveau von vor der Corona-Pandemie erreicht hat. Mit 30.600 registrierten Prostituierten Ende 2023 bleibt die Zahl deutlich unter den 40.400 von 2019. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Branche weiterentwickeln wird und welche langfristigen Auswirkungen die Pandemie auf diesen sensiblen Sektor haben wird. Wichtig ist, weiterhin ein Auge auf die Arbeitsbedingungen und den rechtlichen Rahmen zu haben, um die Sicherheit und das Wohl der Betroffenen zu gewährleisten.

Kritik an Verifizierungshäkchen: X droht Millionenstrafe in der EU

Seit der Übernahme von Twitter durch Elon Musk und der Umbenennung in X steht die Plattform immer wieder im Fokus der Kritik. Besonders das neue Verifizierungsmodell sorgt für Aufregung. Jetzt droht dem Unternehmen eine empfindliche Geldstrafe von der EU-Kommission.

Vorwürfe der EU-Kommission

Die EU-Kommission hat vorläufig festgestellt, dass X gegen europäisches Recht verstößt. Dies könnte für die Plattform teuer werden, denn die Kommission sieht Anzeichen dafür, dass die Nutzer durch die neue Art der Verifizierung in die Irre geführt werden. Während früher nur Prominente, Politiker und Personen des öffentlichen Lebens nach einer Prüfung durch das Unternehmen ein weiß-blaues Häkchen erhielten, können nun alle Abo-Kunden ein solches Symbol kaufen. Dies führte bereits zu mehreren Vorfällen, bei denen falsche Accounts von Unternehmen und Prominenten plötzlich echt wirkten.

Missbrauch vermeintlich verifizierter Konten

Die Kommission betont, dass böswillige Akteure diese vermeintlich verifizierten Konten missbrauchen könnten, um andere Nutzer zu täuschen. Online-Plattformen müssen sich seit einiger Zeit an strengere Regeln halten, die unter anderem mehr Transparenz im Bereich Werbung und den Zugang zu bestimmten Daten für Forschende vorschreiben. In diesen Punkten verstößt X laut der vorläufigen Einschätzung der EU-Kommission gegen den Digital Services Act (DSA).

Hohe Strafzahlungen möglich

Sollten sich die vorläufigen Ergebnisse bestätigen, könnte die EU-Kommission eine Geldbuße von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes von X verhängen. Dies könnte für das Unternehmen teuer werden, besonders da die Umsätze seit der Übernahme durch Musk rückläufig sind. Im Jahr 2021 lag der Höchstwert des Umsatzes bei rund 5,08 Milliarden US-Dollar, doch Berichten zufolge sind die Einnahmen im ersten Halbjahr 2023 um 40 Prozent auf 1,48 Milliarden Dollar gefallen.

Verfahren wegen Falschnachrichten

Neben den Vorwürfen zur Verifizierung steht X auch in der Kritik, nicht entschieden genug gegen Falschinformationen und Hassrede auf der Plattform vorzugehen. Nach dem Angriff der islamistischen Hamas auf Israel gab es zahlreiche Hinweise auf illegale und irreführende Beiträge. Die EU-Kommission hat X bereits einen Fragenkatalog dazu geschickt, doch die Antworten waren offenbar nicht zufriedenstellend, weshalb ein weiteres Verfahren eröffnet wurde.

Fazit

Die Kritik an der Verifizierungspraxis und der Umgang mit illegalen Inhalten könnten X teuer zu stehen kommen. Sollte die EU-Kommission ihre vorläufige Einschätzung bestätigen, droht eine empfindliche Geldstrafe. Bis dahin hat X jedoch noch die Möglichkeit, auf die Vorwürfe zu reagieren. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich diese Situation entwickelt und welche Maßnahmen das Unternehmen ergreifen wird, um den EU-Vorgaben zu entsprechen.