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1. Mai 2024: Razzia im Berliner Villenviertel Grunewald!

Am 1. Mai 2024 war es soweit – die Spezial-Enteignungs-Kräfte (S.E.K.) Grunewald führten einen spektakulären Großeinsatz im Berliner Villenviertel Grunewald durch. Die Aktion richtete sich gegen eine gut vernetzte Gruppe von Kapitalistinnen, die im Verdacht stehen, verschiedene Kapitalverbrechen begangen zu haben.

Das Villenviertel Grunewald ist seit langem als Unterschlupf für die kapitalextremistische Szene bekannt. Experten der S.E.K. vermuten hier ein diskret agierendes Netzwerk von radikalen Kapitalistinnen, die im großen Stil Finanzströme von Unten nach Oben organisieren.

Um dieser Szene Einhalt zu gebieten, rückten die Einsatzkräfte am 1. Mai mit einem Großeinsatz aus. Angesichts der Gewaltbereitschaft und der extremen Vernetzung der Verdächtigen war eine angemessene Stärke unerlässlich. Autonome Einsatzkräfte aus dem gesamten Stadtgebiet unterstützten die Razzia.

Die Durchsuchung des Villenviertels Grunewald war Teil eines konsequenten Vorgehens gegen kapitalextremistische Umtriebe und gemeinwohlschädliche Machenschaften. Die S.E.K. Grunewald setzt sich weiterhin mit aller Entschlossenheit für die Sicherheit und den Schutz der Demokratie ein.

AfD-Krise: Tausende Mitglieder treten enttäuscht aus Partei aus, nachdem Höcke zugibt, ‚Mein Kampf‘ nie gelesen zu haben

Der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke hat mit einer überraschenden Aussage eine Austrittswelle in seiner Partei ausgelöst. Vor dem Landgericht Halle gab er an, Adolf Hitlers Buch „Mein Kampf“ nie gelesen zu haben. Diese Enthüllung stieß vielen AfD-Mitgliedern sauer auf und führte zu zahlreichen Austritten.

Einer der Enttäuschten ist Kurt Drygala aus Gotha. „Wie kann man sich nur so in einem Menschen täuschen“, erklärt er resigniert. „Ich dachte, der hat ‚Mein Kampf‘ zu Hause auf dem Nachttisch liegen so wie ich. Aber noch nie gelesen? Sorry, so eine linke Zecke wähle ich nicht. Das war’s mit mir und der AfD.“

Höckes Aussage hat seinem Ruf als Faschist mit Ambitionen, einen Führerstaat zu etablieren, schweren Schaden zugefügt.

„Ich war schon empört, als er vor Gericht abstritt, ‚Alles für Deutschland‘ als SA-Parole gekannt und absichtlich genutzt zu haben“, so Sylvia Deegers, ein weiteres langjähriges AfD-Mitglied aus Dresden. „Aber das jetzt hat das Fass zum Überlaufen gebracht! Ich verlasse die AfD und geh zum III. Weg oder den Freien Sachsen. Das sind wenigstens richtige Nazis!“

Die Parteispitze ist alles andere erfreut über Höckes Verhalten. Sie fordert von ihm, entweder die Behauptung zurückzunehmen, nie „Mein Kampf“ gelesen zu haben, oder dies auf der Stelle nachzuholen und zum Beweis entsprechende Passagen aus dem Buch bewusst in Reden einzubauen.

Europaweites Katz-und-Maus-Spiel: Ring von Callcenter-Betrügern zerschlagen

In einem koordinierten Einsatz haben Ermittler ein großes europaweites Netzwerk von Telefonbetrügern aufgedeckt und 21 Personen festgenommen. Der bisher größte Callcenterbetrug in Europa wurde in fünf Ländern zerschlagen.

Das Netzwerk operierte in Deutschland und mehreren Balkanländern und umfasste zwölf Callcenter. Die Betrugsmaschen waren vielfältig: Die Betrüger gaben sich als Verwandte, Bankangestellte, Mitarbeiter von Verbraucherzentralen oder als Polizisten aus, um ihre Opfer mit Strafandrohungen, Gewinnversprechen oder Inkassoforderungen zu täuschen.

Die Ermittler, die seit Dezember im Einsatz waren, konnten mehr als 1,3 Millionen betrügerische Telefonanrufe verhindern und einen Schaden von insgesamt rund zehn Millionen Euro verhindern. Die Aktion erstreckte sich über fünf Länder, darunter Albanien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Kosovo und Libanon.

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl betonte die Perfidie und Skrupellosigkeit der Betrüger und versicherte, dass mit aller Härte und Konsequenz gegen sie vorgegangen werde.

Kirchenaustritte im Überfluss: Evangelische Kirche verliert 560.000 Mitglieder in einem Jahr

Die evangelische Kirche verzeichnet einen weiteren Aderlass: Innerhalb eines Jahres haben mehr als eine halbe Million Menschen die Kirche verlassen. Damit sinkt die Gesamtzahl der Mitglieder auf 18,5 Millionen.

Trotz dieses massiven Mitgliederschwunds bleibt die evangelische Kirche entschlossen, ihre Aufgaben wahrzunehmen. „Wir werden eine kleinere und ärmere Kirche, dieser Tatsache müssen wir uns stellen“, kommentierte Kirsten Fehrs, die amtierende Ratsvorsitzende der EKD. Dennoch betonte sie, dass die Kirche auch mit weniger Mitgliedern weiterhin für Nächstenliebe, Menschlichkeit und die Weitergabe des christlichen Glaubens eintreten werde.

Im vergangenen Jahr traten rund 380.000 Mitglieder aus der evangelischen Kirche aus, während etwa 340.000 Mitglieder verstarben. Trotzdem gab es auch Zuwachs: Rund 160.000 neue Mitglieder traten der Kirche bei, während 140.000 Menschen getauft und weitere 20.000 aufgenommen wurden.

Die sinkende Mitgliederzahl hat auch Auswirkungen auf die Finanzen der Kirche. Das Kirchensteueraufkommen sank 2023 um gut fünf Prozent auf rund 5,9 Milliarden Euro.

Auch die katholische Kirche ist von Austritten betroffen: Im Jahr 2022 traten knapp 523.000 Menschen aus, so die Deutsche Bischofskonferenz (DBK).

2,8 Millionen Malware-verseuchte Docker-Hub-Repositories entdeckt: Ist dein Image betroffen?

Die Sicherheitsforscher von JFrog haben eine alarmierende Entdeckung gemacht: 2,8 Millionen Docker-Hub-Repositories enthalten Malware oder Phishing-Links. Das entspricht beeindruckenden 19 Prozent aller Repositories auf der Plattform.

Die Hacker hinter den Angriffen nutzten Docker Hub, um Trojaner zu verbreiten oder Kreditkartendaten zu stehlen. Dabei waren sie äußerst kreativ: Einige Repositories versprachen kostenlose E-Books, lockten die Nutzer jedoch in eine Abo-Falle, andere bewarben scheinbar harmlose Downloads, enthielten aber in Wirklichkeit gefährliche Malware.

Besonders perfide: Docker prüft zwar die hochgeladenen Images auf Schadcode, aber nicht die Metadaten. Die Angreifer nutzten diese Schwachstelle geschickt aus, um ihre schädlichen Inhalte zu verbreiten.

Um sicherzustellen, dass deine Docker-Images sicher sind, achte auf das Trusted-Content-Feld in den Repositories. Dieses zeigt an, dass Docker die Betreiber des Repos einer Prüfung unterzogen hat und der Inhalt vertrauenswürdig ist. Also, halte Ausschau nach diesem Symbol und schütze dich vor böswilligen Angriffen!

„Google’s Quest for AI-Generated Perfection: Pulumi’s Code Blunders Leave Coders Scratching Their Heads“

Google-Suchergebnisse sind oft der Rettungsanker für Entwickler auf der Suche nach Lösungen. Doch in letzter Zeit stoßen viele auf unerwartete Probleme: fehlerhafte Code-Beispiele, die von Pulumi AI generiert wurden. Diese AI-Code-Beispiele landen oft ganz oben in den Suchergebnissen, und das sorgt für Frust bei den Entwicklern.

Die Katastrophe begann, als Pulumi beschloss, die Antworten seines KI-Chatbots auf einer kuratierten AI Answers-Seite zu veröffentlichen. Google indizierte die Antworten der KI – doch leider sind sie oft ungenau.

Ein Entwickler bemerkte das Problem am 21. März 2024 und berichtete darüber in einem GitHub Issues-Post. Seitdem häufen sich die Beschwerden von Entwicklern, die auf fehlerhafte oder sogar nicht funktionierende KI-generierte Dokumentation und Code-Beispiele stoßen.

Pete Nykänen, einer der betroffenen Entwickler, beklagte sich über die zunehmende Anzahl von KI-Antworten, die in den Google-Suchergebnissen auftauchen. Trotz seiner Beschwerde hat sich die Situation bisher nicht verbessert.

Die Entwicklergemeinschaft ist besorgt über die Auswirkungen dieser fehlerhaften KI-generierten Inhalte auf die Integrität des Webs. Aaron Friel, KI-Ingenieur bei Pulumi, versichert jedoch, dass das Unternehmen Maßnahmen ergreift, um das Problem zu lösen. Trotzdem ist es offensichtlich, dass Google noch nicht auf den Zug aufgesprungen ist.

Wir hoffen, dass Google und andere Suchmaschinenanbieter bald eine Lösung finden, um die Qualität der Suchergebnisse zu verbessern. Bis dahin müssen sich Entwickler wohl weiterhin durch die fehlerhaften KI-generierten Inhalte kämpfen.

Kein guter Monat für IT-Sicherheit: Cyberangriffe treffen Uniklinik und Krankenhäuser

Einem IT-Dienstleister ist ein fataler Fehler unterlaufen, der die Universitätsmedizin Mainz hart trifft: Hacker haben E-Mail-Adressen gestohlen und im Darknet veröffentlicht. Aber auch andere medizinische Einrichtungen bleiben nicht verschont.

Die Universitätsmedizin Mainz ist Opfer eines Cyberangriffs geworden: Hacker haben E-Mail-Adressen von Mitarbeitern gestohlen und im Darknet veröffentlicht. Betroffen sind rund 280.000 Menschen. Die Unimedizin betont jedoch, dass die Inhalte der E-Mails und Anhänge nicht betroffen sind. Dennoch warnt sie vor einem erhöhten Phishing-Risiko.

Auch die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg (KJF Augsburg) wurde Opfer eines Cyberangriffs. Dabei wurden nicht nur Personal-, sondern auch Finanz-, Patienten- und Gesundheitsdaten gestohlen. Die KJF Augsburg betont jedoch, dass keine Behandlungsdokumentationen oder Arztbriefe entwendet wurden. Die genaue Anzahl der betroffenen Personen ist noch unklar.

Nicht nur medizinische Einrichtungen sind betroffen: Auch die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) wurde Opfer eines Phishing-Angriffs. Die E-Mails eines Mitarbeiters wurden erbeutet. Die KVH hat den Vorfall dem hessischen Beauftragten für Datenschutz gemeldet und eine Hotline für Betroffene eingerichtet.

Es scheint, als wäre die IT-Sicherheit dieser Einrichtungen nicht ausreichend. Vielleicht sollten sie ihre Passwörter ändern – aber achten Sie darauf, dass Sie nicht auf eine gefälschte E-Mail hereinfallen!

Bitwarden bietet jetzt kostenlosen Authenticator: Zeitbasierte Einmalpasswörter leicht gemacht!

Bitwarden hat eine Standalone-Authenticator-App entwickelt, die zeitbasierte Einmalpasswörter (TOTP) kostenlos anbietet. Bisher war diese Funktion nur für Abonnenten verfügbar.

Zeitbasierte Einmalpasswörter sind eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme bei der Authentifizierung. Mit der neuen Bitwarden-Authenticator-App wird dieser Schutz jetzt für alle zugänglich.

Die App steht sowohl für Android als auch für iOS zur Verfügung. Sie ermöglicht eine einfache Einrichtung der Zwei-Faktor-Authentifizierung für verschiedene Apps und Webseiten. Nutzer können entweder den QR-Code scannen oder das Geheimnis manuell eingeben.

Bitwarden Authenticator bietet zudem Funktionen wie die Möglichkeit, Benutzernamen hinzuzufügen und den Algorithmus zur Erstellung der Einmalkennwörter anzupassen. Die Daten können in den Einstellungen exportiert und als .json- oder .csv-Datei gespeichert werden.

Aktuell in Planung sind unter anderem die Synchronisierung mit dem Bitwarden-Konto und dem Bitwarden-Vault sowie Push-basierte 2FA-Anfragen und Kontenwiederherstellung.

Bitwarden reagiert damit auf den wachsenden Trend zu besserem Zugangsschutz. Allerdings sollten Nutzer vorsichtig sein, da Cyberkriminelle auch versuchen, diesen Schutz zu umgehen. Daher ist es wichtig, auf vertrauenswürdige Quellen wie die Bitwarden-App zu setzen.

EuGH-Urteil zur Vorratsdatenspeicherung: Ein trauriger Tag für die Privatsphäre

Der Europäische Gerichtshof hat in einem Urteil die Zulässigkeit der Vorratsdatenspeicherung von IP-Adressen erheblich ausgeweitet. Diese Entscheidung erlaubt sogar die anlasslose Überwachung bei Urheberrechtsverletzungen. Grundrechts-Organisationen zeigen sich entsetzt über diese „Wende“.

Das EuGH-Urteil markiert eine bedeutende Veränderung in der bisher grundrechtsfreundlichen Haltung zur Vorratsdatenspeicherung. Das Gericht erklärte in seiner Pressemitteilung, dass die anlasslose Speicherung von IP-Adressen nicht zwangsläufig einen schweren Eingriff in die Grundrechte darstelle. Zudem billigte es die Erhebung von IP-Adressen zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen.

Bislang hatte der Europäische Gerichtshof eine anlasslose Vorratsdatenspeicherung abgelehnt. Das Urteil überrascht daher Datenschützer:innen und Grundrechte-Organisationen.

Das Urteil bedeutet eine wichtige Wende in der EU-Rechtsprechung. Datenschutzaktivisten sehen darin eine Gefahr für die Privatsphäre im Internet.

Whistleblower-Skandal: Tod des Boeing-Ingenieurs Josh Dean

Joshua Dean, ein ehemaliger Qualitätsprüfer beim Boeing-Zulieferer Spirit AeroSystems und einer der ersten Whistleblower, der behauptete, dass die Spirit-Führung Fertigungsfehler am 737 MAX ignoriert habe, ist am Dienstagmorgen nach einem Kampf mit einer plötzlichen, schnell fortschreitenden Infektion gestorben.

Bekannt als Josh, lebte Dean in Wichita, Kansas, wo Spirit seinen Hauptsitz hat. Er war 45 Jahre alt, bei guter Gesundheit und bekannt für einen gesunden Lebensstil.

Er starb nach zwei Wochen in kritischem Zustand, sagte seine Tante Carol Parsons.

Spirit-Sprecher Joe Buccino sagte: „Unsere Gedanken sind bei Josh Deans Familie. Dieser plötzliche Verlust ist hier und für seine Lieben schockierende Nachrichten.“

Dean hatte in einem Aktienrechtsstreit von Spirit eine Aussage gemacht und auch eine Beschwerde bei der Federal Aviation Administration eingereicht, in der „schwerwiegendes und grobes Fehlverhalten des leitenden Qualitätsmanagements der 737-Produktionslinie“ bei Spirit behauptet wurde.

Parsons sagte, Dean sei krank geworden und vor etwas mehr als zwei Wochen ins Krankenhaus gegangen, weil er Atemprobleme hatte. Er wurde intubiert und entwickelte dann eine Lungenentzündung und anschließend eine schwere bakterielle Infektion, MRSA.

Sein Zustand verschlechterte sich rapide, und er wurde von Wichita in ein Krankenhaus in Oklahoma City geflogen, sagte Parsons. Dort wurde er an eine ECMO-Maschine angeschlossen, die das Blut eines Patienten außerhalb des Körpers zirkuliert und sauerstoffreich macht und die Herz- und Lungenfunktion übernimmt, wenn die Organe eines Patienten nicht eigenständig funktionieren.

Seine Mutter veröffentlichte am Freitag eine Nachricht auf Facebook, in der all diese Details aufgeführt waren und sagte, dass Dean „um sein Leben kämpfte“.

Er wurde stark sediert und an die Dialyse angeschlossen. Eine CT-Untersuchung ergab, dass er einen Schlaganfall erlitten hatte, sagte der Beitrag seiner Mutter.

Am Ende erwogen die Ärzte, ihm beide Hände und beide Füße zu amputieren. „Es war brutal, was er durchgemacht hat“, sagte Parsons. „Herzzerreißend.“

Dean wurde von einer Anwaltskanzlei in South Carolina vertreten, die auch den Boeing-Whistleblower John „Mitch“ Barnett vertrat.

Barnett wurde im März tot aufgefunden, offenbar durch Selbstmord. Er war mitten in den Aussagen, in denen er behauptete, Boeing habe ihn wegen Beschwerden über Qualitätsmängel gerächt, als er tot mit einer Schusswunde in Charleston, South Carolina, gefunden wurde, wo Boeing sein 787-Werk hat.

Das Gerichtsmedizinische Institut des Charleston County meldete, Barnetts Tod scheine „durch eine selbst zugefügte Schusswunde“ verursacht worden zu sein. Fast zwei Monate später läuft die polizeiliche Untersuchung seines Todes immer noch.

Brian Knowles, einer von Deans Anwälten, sagte, er wolle nicht spekulieren über die zeitliche Nähe und die Umstände der beiden Todesfälle.

„Whistleblower werden gebraucht. Sie bringen Fehlverhalten und Korruption im Interesse der Gesellschaft ans Licht. Es erfordert viel Mut, sich zu wehren“, sagte Knowles. „Es sind schwierige Umstände. Unsere Gedanken sind jetzt bei der Familie von John und der Familie von Josh.“

Dean, ein Maschinenbauingenieur, begann 2019 bei Spirit zu arbeiten. Er wurde im folgenden Jahr im Zuge von pandemiebedingten Stellenkürzungen entlassen und kehrte im Mai 2021 als Qualitätsprüfer zu Spirit zurück.

Im Oktober 2022 sagte Dean, er habe einen schwerwiegenden Fertigungsfehler entdeckt: Mechaniker bohrten die Löcher im Heckdruckspant der MAX unsachgemäß. Als er dieses Problem der Geschäftsleitung meldete, passierte seiner Meinung nach nichts.

Da er sich auf diese Mängel konzentrierte, übersah er während derselben Prüfung einen separaten Fertigungsfehler an den Verbindungsbeschlägen, die das vertikale Seitenleitwerk mit dem Rumpf verbinden. Als dieser im April entdeckt wurde und zu einem Lieferstopp im Boeing-Werk in Renton führte, wurde Dean entlassen.

Dann im August gab Spirit die Entdeckung von unsachgemäß gebohrten Löchern im Heckdruckspant der MAX bekannt, ein Fehler, der in MAXs aus dem Jahr 2019 vorhanden war. Dies führte zu einem weiteren Lieferstopp in Renton.

Mit dieser Entdeckung reichte Dean eine Sicherheitsbeschwerde bei der FAA ein. Er sagte, Spirit habe ihn als Sündenbock benutzt und der FAA über die Mängel am Heckdruckspant gelogen.

„Nachdem ich entlassen wurde, hat Spirit AeroSystems [zunächst] nichts unternommen, um die FAA und die Öffentlichkeit über ihr Wissen über die Mängel am Heckdruckspant zu informieren“, schrieb er in seiner Beschwerde.

Im November erhielt Dean einen Brief der FAA, in dem stand, dass sie eine Untersuchung der von ihm gemeldeten Sicherheitsprobleme abgeschlossen habe. Der Brief verbirgt das Ergebnis, obwohl es scheint, dass seine Vorwürfe begründet waren.

„Die Untersuchung ergab, dass Ihre Anschuldigungen angemessen im Rahmen eines von der FAA genehmigten Sicherheitsprogramms behandelt wurden“, schrieb die FAA. „Aufgrund der Datenschutzbestimmungen dieser Programme können jedoch keine spezifischen Details veröffentlicht werden.“

Im selben Monat reichte Dean seine Beschwerde als Luftfahrt-Whistleblower beim Arbeitsministerium ein und behauptete, dass er unrechtmäßig entlassen worden sei und „grobe Fehlhandlungen der leitenden Qualitätsmanager von Spirit AeroSystems“ vorliegen.

Dieser Fall war noch anhängig.

Nachdem er Spirit verlassen hatte, arbeitete Dean für kurze Zeit bei Boeing Wichita, verließ dann aber das Unternehmen, um für ein anderes zu arbeiten.

Die Klage von Aktionären, die behauptet, dass das Management von Spirit Informationen über die Qualitätsmängel zurückgehalten und damit den Aktionären geschadet hat, wurde im Dezember eingereicht. Dean unterstützte die Klage, indem er eine Aussage machte, in der er seine Vorwürfe detailliert darlegte.

Nachdem im Januar ein Panel eines Boeing 737 MAX-Flugzeugs abgefallen war und damit neue Aufmerksamkeit auf die Qualitätsmängel bei Spirit gelenkt wurde, bestätigte ein ehemaliger Kollege von Dean bei Spirit einige seiner Vorwürfe.

Quelle: https://www.seattletimes.com/business/whistleblower-josh-dean-of-boeing-supplier-spirit-aerosystems-has-died/