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TIM: Der WhatsApp für Ärzte erhält grünes Licht

Es ist soweit: Das lang ersehnte Zeitalter des Chats im Gesundheitswesen hat begonnen, und zwar mit einem Knall – oder besser gesagt, mit einem „TIM“. Das Medizin-Start-up Famedly hat die goldene Eintrittskarte erhalten und ist somit das erste Unternehmen, das die Zulassung für den TI-Messenger (TIM) ergattert hat. Der Grund? TIM soll die verschlüsselte Kommunikation zwischen medizinischen Einrichtungen revolutionieren.

Wer jetzt denkt, dass Ärzte und medizinisches Fachpersonal bald Emojis und GIFs austauschen werden, liegt nicht ganz daneben – allerdings steht dabei die Sicherheit an erster Stelle. TIM, der auf dem quelloffenen Messenger-Standard Matrix basiert, wurde speziell entwickelt, um die Ad-hoc-Kommunikation zwischen Ärzten zu erleichtern. Endlich können sie sich über wichtige medizinische Angelegenheiten austauschen, ohne dabei ihre geheime Sprache aus lateinischen Begriffen und unleserlichen Handschriften zu verwenden.

Aber das ist erst der Anfang. TIM hat große Pläne für die Zukunft. Bald sollen nicht nur Ärzte, sondern auch Patienten und Mitarbeiter der Krankenkassen den Messenger nutzen können, um Kurznachrichten, Sprachnachrichten und sogar Bilder auszutauschen. Wer weiß, vielleicht bekommen wir schon bald Selfies von Patienten mit ihrem neuen Gipsbein zu sehen – ein echter Instagram-Hit in spe!

Aber halt, es wird noch besser. TIM plant, sich nicht nur auf den Austausch von Nachrichten zu beschränken. Nein, er will weiter gehen und die Versorgungsprozesse im Gesundheitswesen revolutionieren. Terminmanagement, Aufnahme- und Entlassmanagement – alles soll bald ein Kinderspiel sein. Und wer weiß, vielleicht wird der Messenger sogar zum neuen Überweisungsschein. Wer braucht schon Papier, wenn man alles mit einem Klick erledigen kann?

Das E-Rezept ist ebenfalls auf dem Radar von TIM. Bald schon könnten wir unsere Medikamente nicht mehr in der Apotheke abholen müssen, sondern sie direkt auf unserem Smartphone erhalten. Die Zukunft des Gesundheitswesens sieht ziemlich digital aus – und TIM ist bereit, uns dorthin zu bringen. Wer hätte gedacht, dass der Tag kommen würde, an dem unser Arzt uns per WhatsApp verschreibt?

Europols Enthüllung: Über 800 kriminelle Netzwerke in Europa enttarnt

Die Bösen sind unter uns – und zwar nicht nur in den Schurkenfilmen Hollywoods, sondern auch in unseren europäischen Nachbarschaften. Europol hat kürzlich das Deckblatt von über 800 kriminellen Netzwerken gelüftet, die sich hauptsächlich im Drogenhandel tummeln und selbst vor dem Schattenreich der Gewalt nicht zurückschrecken. Ja, richtig gehört, diese Gangster haben den Sinn für Grenzen nicht nur auf der Landkarte verloren, sondern auch in ihren Taten.

Der jüngste Bericht von Europol hat die Hosen runtergelassen und uns Einblicke in die dunklen Abgründe des organisierten Verbrechens in der EU gegeben. Annelies Verlinden, Belgiens Innenministerin, beschrieb den Bericht als ein „Enthüllungsmanifest“ über 821 der fiesesten kriminellen Netzwerke, das je zusammengestellt wurde. Die Datensammlung wurde durch die heldenhafte Zusammenarbeit aller EU-Mitgliedsstaaten und 17 weiterer Kumpels aus Drittstaaten ermöglicht – und das Ergebnis ist wahrlich beeindruckend, wenn man das Böse beeindruckend nennen kann.

Laut dem Bericht sind diese 821 Netzwerke mit etwa 25.000 Mitgliedern gespickt, von denen etwa die Hälfte im Drogenhandel aktiv ist. Kokain, synthetische Drogen und Cannabis sind ihre täglichen Bestseller, und Gewalt ist ihr treuer Begleiter. Die meisten von ihnen sind so sehr auf ihren Job fixiert, dass sie nur eine kriminelle Tätigkeit pro Nase betreiben. Nur 18 Prozent sind so vielseitig begabt, dass sie sich in verschiedenen Kategorien des Verbrechens ausprobieren – von Drogenhandel bis hin zu Betrug, von Einbrüchen bis hin zum Menschenhandel. Und hier dachten wir, Multitasking sei nur etwas für Bürojobs!

Europol hat auch einen Blick auf die Nationalitäten dieser Schurken geworfen und herausgefunden, dass 112 verschiedene Nationalitäten unter den Verdächtigen vertreten sind. Das ist in etwa so bunt wie der Gemüsestand auf einem Wochenmarkt – nur dass hier niemand nach Tomaten oder Karotten sucht, sondern nach illegalen Geschäften.

Apropos bunt: Die „Mocro-Mafia“ hat in den Niederlanden und Belgien ihre Finger im Spiel. Trotz ihres klangvollen Namens, der nach einem italienischen Pasta-Gericht klingt, sind sie in Wirklichkeit so multinational wie ein internationales Buffet. Mit Verbindungen zu spanischen Ganoven sind sie vor allem im Verkauf von Kokain und Cannabis aktiv. Deutschland hält ebenfalls ein Ticket für diese kriminelle Achterbahnfahrt, mit Hunderten von Geldautomatensprengungen, die der „Mocro-Mafia“ zugeschrieben werden. Na dann, guten Appetit!

Was den Bericht noch aufregender macht, ist die Tatsache, dass diese Schurken keine Grenzen kennen. Sie operieren nicht nur über EU-Grenzen hinweg, sondern verstricken sich auch gerne in legale Geschäftsbereiche, um ihre kriminellen Machenschaften zu verschleiern. Denn warum sollten sie sich nur auf eine Sache konzentrieren, wenn sie auch im Bananenimport aus Ecuador ihre Finger haben können?

Europol hat sich vorgenommen, dieses bunte Treiben zu bekämpfen, indem sie die Daten nutzen, um das organisierte Verbrechen in der Europäischen Union gezielter anzugehen. Wer weiß, vielleicht können sie sogar ein paar von ihnen dazu bringen, ihre Karriere in der Welt des Verbrechens an den Nagel zu hängen und stattdessen legale Bananen zu importieren.

Die AfD und die dunkle Seite der Macht: Gewalt als politisches Mittel

Ein aufregender politischer Tanz hat begonnen, und die AfD zeigt uns ihre gewaltige Pirouette. In einer kürzlich veröffentlichten Recherche von CORRECTIV wurde ein Schlaglicht auf die dunkle Seite der Partei geworfen. Es zeigt sich, dass die AfD nicht nur politische Diskurse führt, sondern auch körperliche, verbale und indirekte Gewalt toleriert – und das oft trotz rechtskräftiger Verurteilungen. Eine Recherche, die sowohl fasziniert als auch erschreckt.

Da wäre beispielsweise Felix Alexander Cassel, der offenbar eine Vorliebe für spektakuläre Fahrmanöver hat. Nicht nur, dass er sich während einer Wahlkampfveranstaltung in Köln dazu entschloss, sein Auto in eine Gruppe Gegendemonstranten zu lenken, nein, er landete auch tatsächlich einen Protestler auf seiner Motorhaube. Cassel wurde später wegen gefährlicher Körperverletzung und anderer Vergehen verurteilt, doch das hindert ihn nicht daran, weiterhin politische Ämter auszuüben – ein wahrer Balanceakt zwischen Recht und Politik.

Und dann gibt es Kai Borrmann, der sich offenbar für eine Neuauflage von „Fight Club“ interessiert. Auf einer Episode im realen Leben beleidigte er Schwarze Frauen mit rassistischen Äußerungen und setzte später sogar noch einen drauf, indem er eine der Frauen körperlich angriff. Ein Akt, der ihm eine Verurteilung wegen Körperverletzung einbrachte, aber keinen Grund sah, sein politisches Mandat niederzulegen. Anscheinend ist für Borrmann die Devise: „Die Show muss weitergehen.“

Nicht zu vergessen ist auch Sebastian Münzenmaier, der mit einem nicht ganz so eleganten Tanz um das Gesetz herum jonglierte. Er wurde wegen Beihilfe zu gefährlicher Körperverletzung verurteilt, nachdem er seinen Hooligan-Freunden half, Fußballfans anzugreifen. Aber wer hätte gedacht, dass so viel kriminelle Energie einen Platz im Bundestag verdienen könnte? Nun, Münzenmaier hat es geschafft, und er scheint sogar stolz darauf zu sein.

Die Liste könnte noch lange fortgeführt werden, aber sie zeigt ein Muster: Gewalt und AfD gehen Hand in Hand, wie zwei Partner in einem chaotischen Walzer. Die Recherche von CORRECTIV wirft nicht nur ein Schlaglicht auf das dunkle Geheimnis der Partei, sondern wirft auch die Frage auf: Warum wird Gewalt in den Reihen der AfD toleriert?

Die Antwort ist nicht einfach, aber sie zeigt, dass die AfD sich als eine Art „Rechtsstaatspartei“ inszeniert – eine Partei, die die Gesetze respektiert und durchsetzt. Eine Ironie, wenn man bedenkt, wie viele ihrer Mitglieder selbst mit dem Gesetz auf Kriegsfuß stehen. Aber vielleicht ist das der Tanz, den die AfD tanzt: ein wilder Wirbelwind aus Gesetzen und Gewalt, der uns alle fasziniert und erschreckt zugleich.

In dieser politischen Arena, in der die AfD ihre Gewaltakte aufführt, ist es an uns, zu entscheiden, ob wir dem Tanz zuschauen oder ob wir die Musik ändern wollen. Vielleicht ist es an der Zeit, die Partitur zu überarbeiten und sicherzustellen, dass Gewalt nicht mehr als politisches Mittel toleriert wird. Sonst riskieren wir, dass der Tanz der AfD uns alle in den Abgrund führt.

Teillegalisierung von Cannabis: Polizei sieht Klärungsbedarf bei Cannabis-Kontrollen

Mit dem Inkrafttreten der Teillegalisierung von Cannabis am Ostermontag gibt es noch einige offene Fragen, insbesondere im Bereich der Cannabis-Kontrollen im Straßenverkehr, wie die Polizei betont.

Uli Grötsch, der neue Polizeibeauftragte des Bundes, sieht erheblichen Klärungsbedarf. Die Innenminister der Länder seien gefordert, schnell Klarheit bei den Cannabis-Kontrollen zu schaffen, insbesondere in Bezug auf die Durchführung von Tests im Straßenverkehr. „Während ein Atemalkoholtest einfach und grundrechtschonend durchgeführt werden kann, gestaltet sich die Kontrolle von Cannabis-Konsum im Straßenverkehr deutlich komplizierter“, so Grötsch gegenüber der Rheinischen Post. Es bestehe Klärungsbedarf hinsichtlich der Kontrollierbarkeit des Cannabis-Konsums im Straßenverkehr, und es sei wichtig, adäquate Lösungen zu finden, die sowohl der Polizei als auch den Verkehrsteilnehmern Sicherheit geben.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert ebenfalls die mangelnde Rechtssicherheit und fehlende Ausstattung für die Durchführung von Cannabis-Kontrollen. „Das Durchwinken des Gesetzes durch den Bundesrat hat die Vorbereitungszeit extrem verkürzt, was nun zu mangelnder Handlungssicherheit auf allen Seiten führt“, erklärt Alexander Poitz, stellvertretender Vorsitzender der GdP. Für die Polizei bedeute dies einen unangenehmen Zustand, da Rechtssicherheit eine Grundvoraussetzung für gute Polizeiarbeit sei. Poitz bemängelt außerdem fehlende Ausstattung wie Feinwaagen zur Kontrolle der mitgeführten Menge und moderne Analyseinstrumente zur Bestimmung des THC-Gehalts.

Das Gesetz zur Teillegalisierung von Cannabis erlaubt seit dem 1. April Besitz und kontrollierten Anbau zum privaten Gebrauch, jedoch mit Einschränkungen. Im Straßenverkehr bleibt das Führen eines Kraftfahrzeugs unter Drogeneinfluss generell verboten. Die unabhängige Expertengruppe des Bundesverkehrsministeriums hat einen Grenzwert von 3,5 Nanogramm pro Milliliter Blutserum für den Cannabis-Wirkstoff THC vorgeschlagen, was einem Risiko vergleichbar mit einer Blutalkoholkonzentration von 0,2 Promille entspricht.

Tötungsdelikt im Dortmunder Hafen: Polizei nimmt vier Minderjährige fest

Am Donnerstagabend ereignete sich im Dortmunder Hafen ein tragisches Tötungsdelikt, bei dem ein 31-jähriger Mann ums Leben kam. Zwei Kinder und zwei Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren wurden vorläufig festgenommen.

Der Vorfall wurde von Ruderern beobachtet, die einen heftigen Streit zwischen mehreren Personen meldeten und die Polizei alarmierten. Bei der Auseinandersetzung erlitt ein 31-jähriger Mann mehrere Stichverletzungen mit einem Messer, wie von der Staatsanwaltschaft Dortmund bestätigt wurde. Trotz des raschen Eingreifens der Einsatzkräfte erlag der Mann später seinen Verletzungen. Die vier beteiligten Personen flüchteten zunächst, wurden jedoch kurze Zeit später von der Polizei vorläufig festgenommen.

Unter den Festgenommenen befinden sich zwei Kinder, die strafunmündig sind, sowie zwei Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren. Die Kinder wurden nach ihrer Befragung entlassen, während die beiden Jugendlichen im Laufe des Tages von der Polizei vernommen werden sollen. Anschließend wird entschieden, ob sie dem Haftrichter vorgeführt werden. Sie werden rechtlich vertreten.

Die Polizei fand in der Nähe des Tatorts möglicherweise die Tatwaffe, ein Messer, das von einem Polizeihund aufgespürt wurde. Die Spurensicherung am Tatort wurde unterstützt durch Taucher der Feuerwehr. Nach einer Obduktion konnte das Opfer am Freitagmorgen identifiziert werden. Es handelt sich um einen 31-jährigen Mann ohne bekannten Wohnsitz.

Die Ermittlungen der Mordkommission sind noch im Gange. Derzeit wird die Auswertung der Handys der Tatverdächtigen durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass möglicherweise Aufnahmen der Tat vorhanden sind.

Störung behoben: Zahlungen mit Girocard gestern zeitweise nicht möglich

Gestern kam es in Deutschland zu einer großflächigen Störung beim Bezahlen mit der Girocard. Insbesondere Supermärkte wie Aldi, Rewe und Co. waren von diesem Ausfall betroffen. Doch mittlerweile scheint die Störung behoben zu sein.

Tausende Bankkunden hatten gestern zeitweise Schwierigkeiten beim Bezahlen mit ihrer Girocard. Laut einer Sprecherin des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) waren Zahlungen in Geschäften mit der Girocard aus der Sparkassengruppe gestern am Vormittag für etwa zwei Stunden nicht möglich. Die genaue Ursache für den Ausfall, der inzwischen behoben ist, war zunächst nicht bekannt.

Medienberichten zufolge waren auch Kunden anderer Institute von Ausfällen gestern betroffen. Eine Sprecherin des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbank gab an, aktuell keine Meldungen über Störungen bei Instituten in der Gruppe zu haben.

Die Störung betraf gestern unter anderem Supermärkte und Discounter wie Aldi Süd, Rewe, Edeka und Lidl. Jedoch schien die Störung nicht in allen Filialen gestern aufzutreten. Auch beim Online-Banking der Sparkasse wurden gestern vereinzelt Störungen festgestellt. Kunden konnten gestern teilweise keine Überweisungen tätigen, und Zahlungen mit der Sparkasse-Karte bei Klarna waren ebenfalls gestern zeitweise nicht möglich.

Es bleibt zu hoffen, dass die Zahlungsinfrastruktur bald wieder reibungslos funktioniert und wir alle unseren Einkauf ohne technische Hindernisse genießen können.

Etwa 1.000 Rechtsextremisten mit Waffenerlaubnis, laut Bundesregierung

Die Entwaffnung von Rechtsextremisten scheint nur langsam voranzukommen. Im Jahr 2022 besaßen laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage von Linken-Abgeordneten 1.051 mutmaßliche Rechtsextremisten mindestens eine waffenrechtliche Erlaubnis. Die Linke fordert ein schnelleres Handeln.

Im Jahr 2022 wurden insgesamt 181 mutmaßlichen Rechtsextremisten ihre waffenrechtlichen Erlaubnisse entzogen oder sie gaben diese nach Druck der Behörden zurück. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage von Linken-Abgeordneten hervor, über die das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtete und die bereits vom Bundestag veröffentlicht wurde. Ende 2022 waren insgesamt 1.051 mutmaßliche Rechtsextremisten und etwa 400 sogenannte Reichsbürger und Selbstverwalter bekannt, die mindestens eine waffenrechtliche Erlaubnis besaßen. Abschließende Zahlen für das Jahr 2023 liegen noch nicht vor.

Ein Jahr zuvor hatten laut Regierung noch 1.561 mutmaßliche Rechtsextremisten sowie etwa 500 „Reichsbürger“ und „Selbstverwalter“ mindestens eine waffenrechtliche Erlaubnis. Die Bundesregierung wies damals jedoch darauf hin, dass die Zahlen aufgrund der kontinuierlichen Aktualisierung entsprechender Datensätze in den Dateien der Verfassungsschutzbehörden ständig variierten. Seit der Einrichtung des Phänomenbereichs „Reichsbürger“ und „Selbstverwalter“ im November 2016 bis zum 31. Dezember 2022 seien etwa 1.125 waffenrechtliche Erlaubnisse entzogen worden.

„Reichsbürger“ sind Menschen, die die Bundesrepublik und ihre demokratischen Strukturen nicht anerkennen. Dem Verfassungsschutz zufolge gehörten 2022 deutschlandweit etwa 23.000 Menschen dieser Szene an. Die Linken-Abgeordnete Martina Renner forderte angesichts dieser Zahlen ein entschlossenes Handeln der Behörden gegen bewaffnete Nazis und Reichsbürger. Sie betonte, dass die Bundesregierung die notwendigen Maßnahmen im Waffenrecht nicht vorantreibe und zu scheitern drohe.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) plant eine Verschärfung des Waffenrechts, darunter ein Verbot sogenannter kriegswaffenähnlicher halbautomatischer Feuerwaffen und eine Erlaubnispflicht für Armbrüste. Die Mitgliedschaft in einer vom Verfassungsschutz als extremistischer Verdachtsfall eingestuften Organisation soll dazu führen können, dass die Waffenbesitzkarte entzogen wird. Zudem soll die Nutzung von Schießplätzen nur noch mit bestimmten Waffen erlaubt werden.

Die geplanten Änderungen des Waffenrechts stoßen jedoch auf Skepsis. Über die Details wird innerhalb der Ampelkoalition noch debattiert, obwohl im Koalitionsvertrag eine Prüfung des Waffenrechts vereinbart wurde. Vollautomatische Waffen sind in Deutschland bereits verboten.

Am Rande wurde bekannt, dass derzeit gegen etwa 400 Polizeibeamte Disziplinarverfahren oder Ermittlungen wegen Verdachts auf rechtsextreme Gesinnung und das Vertreten von Verschwörungsideologien geführt werden. Dies berichteten der „Stern“ und RTL unter Berufung auf eine Abfrage in den 16 Innenministerien der Bundesländer. Der Polizeibeauftragte des Bundes, Uli Grötsch (SPD), betonte, dass die „frappierende Radikalisierung“ von Polizisten kein neues Problem sei und von der AfD gezielt betrieben werde.

Strategie der FDP: Auf Krawall gebürstet

Die FDP hat die ruhige Osterwoche in der Bundespolitik mit einer Fülle von alten Argumenten durchkreuzt und dabei erneut ihre Koalitionspartner düpiert. Diesmal jedoch geballt. Doch warum kann die Partei kaum anders?

Es hätte ein idyllisches Osterwochenende sein können, doch Finanzminister Christian Lindner entschied sich offenbar für eine andere Strategie. Während er mit seiner Frau Franca Lehfeldt in den Bergen Urlaub machte und ein obligatorisches „Frohe Ostern“-Foto auf Instagram postete, begann er parallel die politische Szene mit einer Flut politischer Vorschläge zu überschwemmen. Steuererleichterungen für die arbeitende Mitte, Ausgleich der kalten Progression und ein Moratorium bei den Sozialausgaben – all das stand auf dem Programm. Flankiert wurde Lindner von seinem Verkehrsminister Volker Wissing, der hartnäckig gegen ein Tempolimit auf Autobahnen einstand, und Fraktionschef Christian Dürr, der betonte, dass der Sozialstaat nicht weiter wachsen dürfe. Ein regelrechtes Statement-Inferno der FDP in ansonsten ruhigen Zeiten der Bundespolitik.

Die Freien Demokraten scheinen mal wieder auf Krawall gebürstet zu sein. Dieses wiederholte Vorgehen könnte man bereits als „Lindnern 2.0“ bezeichnen: Lieber mitregieren, aber trotzdem so tun, als sei man die Opposition. Die FDP als „Dagegen“-Partei, die keine Ruhe gibt, nicht mal an Ostern. Doch warum eigentlich? Die FDP kann kaum anders. Zum einen, weil sie grundsätzlich andere Ansichten als ihre Koalitionspartner SPD und Grüne vertritt. Zum anderen, weil sie sich nun – drei Wochen vor dem Parteitag und den bevorstehenden Wahlen – bei ihrer Wählerschaft mit typischen FDP-Themen einschmeicheln muss.

„Was wir in den letzten Tagen gesehen haben, war die Kommunikation eines glasklar liberalen Profils“, sagt die Politikprofessorin Claudia Ritzi von der Universität Trier. „Lindner und Co richten sich an ihre Mitglieder und Wähler und nutzen den Parteitag als Anlass, um ihre Vorstellungen jenseits aller Zwänge innerhalb der Koalition zu skizzieren.“ Dabei bedient sich die FDP Themen, die ihre Wählerschaft ansprechen, wie beispielsweise das Tempolimit auf Autobahnen. Auch wenn Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Bevölkerung dafür ist, ist die FDP-Wählerschaft typischerweise dagegen. Eine Klientel, die zwar klein ist, die die FDP jedoch fast immer über die Fünf-Prozent-Hürde gehoben hat.

Die schlechten Umfragewerte der FDP sind auch eine Folge der Regierungsbeteiligung mit SPD und Grünen. „Die Wählerschaft goutiert überhaupt nicht, wenn die FDP vom liberalen Kernprogramm abweicht“, erklärt die Politikwissenschaftlerin Ritzi. Daher versucht die FDP nun, vor dem Parteitag und den anstehenden Wahlen ihre Stammwählerschaft zurückzugewinnen, indem sie lauter ihre Kernbotschaft kommuniziert: weniger Sozialstaat, weniger Bürokratie, mehr Freiheit und mehr Steuererleichterungen.

Muss es dabei jedoch immer so laut, geballt und krawallig zugehen? Die Politikwissenschaftlerin Ritzi rät zur Orientierung an der Sache und weniger an persönlichen Machtkämpfen. Egal wer am Ende gewinnt oder verliert, eines steht bereits fest: Auch nach der Osterurlaubswoche dürfte es rund um die FDP kein bisschen leiser werden.

Neuer Zwischenfall im März: Problem mit Bremsen bei Boeing-Maschine

Ein weiterer Vorfall erschüttert die Luftfahrtbranche: Diesmal scheinen technische Probleme bei den Bremsen einer Boeing 737 Max die Ursache zu sein. Untersuchungen der US-Behörden deuten darauf hin. Wegen stillgelegter Jets wird der Hersteller Entschädigung zahlen müssen.

Die neuesten Erkenntnisse aus den USA zeigen auf, dass ein Vorfall mit einer Boeing 737 Max in Texas auf mögliche Bremsenprobleme zurückzuführen ist. Die National Transportation Safety Board (NTSB) hat einen vorläufigen Bericht vorgelegt, der besagt, dass der Pilot bemerkte, dass die Bremsen weniger effektiv waren als gewöhnlich und dass das Flugzeug und die Bremspedale heftig vibrierten, kurz bevor die United-Airlines-Maschine von der Landebahn abkam.

Am 8. März war die Maschine der United Airlines auf dem Flughafen von Houston von der Rollbahn abgekommen und auf eine Grasfläche geraten, wo sie mit etwa 40 Stundenkilometern gegen einen Betonbau prallte und schwer beschädigt wurde – das linke Hauptfahrwerk brach ab. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Der vorläufige Bericht gibt keine genaue Ursache für den Unfall an, da das NTSB normalerweise mehrere Monate benötigt, um zu Schlussfolgerungen zu gelangen.

Boeing zahlt 160 Millionen Dollar für Stilllegung

Boeing steht bereits unter Druck, da in den letzten Monaten mehrere Zwischenfälle mit seinen Flugzeugen gemeldet wurden. Die „New York Times“ berichtete Mitte März über zahlreiche Produktionsprobleme bei der Boeing 737 Max. Bei Sicherheitsüberprüfungen durch die US-Luftfahrtbehörde FAA fiel das Unternehmen bei über einem Drittel der Tests durch. Darüber hinaus verlor eine Boeing 737-800 auf einem Flug von San Francisco nach Oregon ein Rumpfteil.

Im Januar kam es zu einem beinahe Unglück mit einer Boeing 737 Max 9 der Alaska Airlines, als kurz nach dem Start ein Rumpfteil herausbrach. Die Insassen kamen größtenteils mit dem Schrecken davon, jedoch blieben die beiden Sitze in der Nähe des Lochs im Rumpf zufälligerweise leer. Die wochenlange Stilllegung der Boeing-Maschinen verursacht dem Flugzeughersteller hohe Kosten. Als Entschädigung zahlte Boeing der Alaska Airlines im letzten Quartal etwa 160 Millionen Dollar für entgangene Einnahmen und zusätzliche Kosten.

Vier Bolzen fehlten

Die NTSB gab bekannt, dass bei ersten Untersuchungen festgestellt wurde, dass vier Befestigungsbolzen an dem Rumpfteil fehlten. Es wird vermutet, dass das Fragment immer weiter nach oben rutschte, bis es schließlich während des 154. Flugs der Maschine herausbrach. Boeing konnte jedoch bisher keine Unterlagen dazu finden und den Ermittlern zur Verfügung stellen.

Als Konsequenz aus der Affäre tauscht Boeing mehrere Mitarbeiter in verantwortlichen Positionen aus. Der Konzernchef Dave Calhoun wird seinen Posten Ende des Jahres abgeben, ebenso wie Verwaltungsratschef Larry Kellner und der Chef der Verkehrsflugzeugsparte, Stan Deal.

Hersteller erwägen Aufteilung ihres Zulieferers

Inzwischen nähern sich Airbus und Boeing einer Einigung über die Aufteilung des Zulieferers Spirit AeroSystems an. Die beiden größten Flugzeughersteller der Welt prüfen, wie sie ihre Verbindungen zu Spirit entflechten können. Boeing hatte zwei Jahrzehnte lang Teile seiner Fertigung ausgelagert, und das heutige Unternehmen Spirit wurde 2005 von Boeing abgespalten. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Entwicklungen auf die Flugzeugindustrie auswirken werden.

AUDI, BMW, TESLA: Infotainmentsysteme fallen unter Medienaufsicht

Die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) der Landesmedienanstalten hat entschieden, dass die Infotainmentsysteme der Autohersteller Audi, BMW/Mini und Tesla als Benutzeroberflächen eingestuft werden. Dies bedeutet, dass sie nun unter den Medienstaatsvertrag und die entsprechenden Regulierungen fallen.

Gemäß den Bestimmungen des Medienstaatsvertrags müssen Benutzeroberflächen sicherstellen, dass öffentlich-rechtliche Programme leicht zugänglich sind. Dies betrifft sowohl Rundfunkprogramme als auch Telemedien, sofern sie abspielbar sind. Auch Softwarelösungen werden explizit erwähnt.

Eva Flecken, Vorsitzende der ZAK, betont die Bedeutung der Infotainmentsysteme und deren Einfluss auf die Medienauswahl im Auto. Sie bezeichnet sie als neue Gatekeeper und hebt hervor, dass sie daher der Medienaufsicht unterliegen.

Thorsten Schmiege, Koordinator des Fachausschusses Infrastruktur und Innovation, unterstreicht die zentrale Rolle des Radios im Auto und betont die Erwartung der Nutzer, Radioinhalte leicht zugänglich zu machen. Er geht davon aus, dass auch andere Automobilhersteller bald entsprechende Maßnahmen ergreifen werden.

Besonders bei Tesla geht die ZAK einen Schritt weiter und stuft das Infotainmentsystem zusätzlich als Medienplattform ein. Dies bedeutet, dass bestimmte öffentlich-rechtliche Programme und private Programme mit Regionalbezug gezeigt werden müssen.

Es besteht die Möglichkeit, von den Regulierungen ausgenommen zu werden, wenn ein Hersteller nachweisen kann, dass eine Umsetzung technisch nicht oder nur mit unzumutbarem Aufwand möglich wäre. Da die Infotainment-Systeme auf Software basieren, könnte dieses Argument jedoch schwierig durchzusetzen sein.

Quellen: